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Wasser bis zum Hals? Oase-Chef gibt Entwarnung

GÜSTROW Wasser bis zum Hals? Oase-Chef gibt Entwarnung

Gelder für Instandhaltungsmaßnahmen kommen von den Stadtwerken. Der Geschäftsführer hofft für nötige Investitionen auf finanzielle Unterstützung der Stadt.

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Bevor die Besucher kommen, wird die Technik �berpr�ft. Hier testet Frank Schlatz die Wassertemperatur im Au�enbereich. Fotos (2): Mathias Otto

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. „Wir sind nicht in der Untergangsphase, sondern im Aufbruch“, stellt Edgar Föniger (60) klar. Der Geschäftsführer der Güstrower Stadtwerke und des Spaßbads „Oase“

reagiert damit auf die Diskussion in der jüngsten Stadtvertretersitzung. Dort wurde bestimmt, dass den Kommunalpolitikern bis zum Mai konkrete Zahlen und Maßnahmen für eine Sanierung vorgelegt werden sollen.

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Der Betrieb muss am Laufen gehalten werden.“ Edgar Föniger, Stadtwerke

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Erst dann könne eine Entscheidung fallen, mit welchen finanziellen Mitteln dem Bad bei der Sanierung geholfen werde. Dabei geht es um einen hohen sechsstelligen Betrag. Seit dem Chlorgasunfall im vergangenen Jahr sind Maßnahmen unternommen worden. Trotzdem bestehe ein erheblicher Sanierungsstau, lautete die Begründung eines interfraktionellen Antrags von SPD, CDU und Linker (die OZ berichtete).

„Seit einer Woche steht das Telefon bei uns nicht mehr still“, sagt Frank Schlatz (46), Betriebsleiter des Spaßbads. Besorgte Besucher fürchten, dass sie demnächst nicht mehr ihre Freizeit dort verbringen können. Der Geschäftsführer gibt Entwarnung: „Wenn wir Probleme im Bad haben sollten, lassen wir keine Besucher hinein. Das ist aber nicht der Fall. Die Technik funktioniert. Wir haben ein breites Angebot und haben vor, es zu erweitern. Es wäre doch fatal, solche Entscheidungen zu treffen, wenn wir uns um die Zukunft der ,Oase‘ Sorgen machen müssten.“ Er versichert: Im technischen Betrieb und in der Anzahl des ausgebildeten Personals gebe es keine Einschränkungen.

In den 13 Jahren, in denen die Oase in der Barlachstadt existiert, sind die technischen Bauteile in der Anlage verschlissen, sie müssen repariert oder erneuert werden. „Mit diesem Thema beschäftigen sich viele Unternehmen täglich. Es ist völlig normal, dass investiert werden muss, um den Betrieb am Laufen zu halten“, erklärt der Geschäftsführer.

Finanzielle Unterstützung bekommt das Bad jährlich von den Stadtwerken. Durch einen Gewinnabführungsvertrag, den sie mit ihrer Tochtergesellschaft Freizeit- und Immobiliengesellschaft (FIG) abgeschlossen hat, werden Gelder für Instandhaltungsmaßnahmen bereitgestellt. Im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Euro. „Wir können aber nicht endlos viel Vermögen reinstecken.“ Edgar Föniger hofft auf zusätzliche Hilfe der Stadt — damit Güstrows Alleinstellungsmerkmal nicht untergehe.

„Wir lassen uns durch die derzeitige Situation nicht beirren und machen mit unserem Programm weiter wie gehabt“, sagt Frank Schlatz, der sich ums Tagesgeschäft im Schwimmbad kümmert. Erst am Dienstag wurde ein weiteres Angebot in Angriff genommen. Die Rehasport-Wassergymnastik soll nun einmal wöchentlich stattfinden. Für die Damensauna, die Mitte April Premiere feiert, gibt es schon reichlich Zusagen. Sie könnte wie die Frühstückssauna schon bald ein Stamm-Angebot des Spaßbads sein.

Neuer Schwerpunkt Erholung
Das Freizeitbad „Oase“ wurde vor 13 Jahren in der Barlachstadt Güstrow eröffnet.


Unterhalten wird das Bad von den Stadtwerken Güstrow.


In der Vergangenheit hatte

das Bad mit sinkenden Besucher-

zahlen zu kämpfen. Künftig will

man nicht den Spaßfaktor her-

vorheben, sondern sich mehr

als Erholungs- und Freizeitbad

etablieren.


Laut Betreiber besuchen 150 000 Gäste jährlich das Bad.

Mathias Otto

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