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Rostock Wasser flutet Spielzimmer der Kinder
Mecklenburg Rostock Wasser flutet Spielzimmer der Kinder
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00:00 13.07.2018
Barrierefreies Rostock musste schon wieder die Räume der Heilpädagogischen Tagesgruppe am Dierkower Damm ausräumen. Quelle: Foto: Jacqueline Lajosch
Stadtmitte

Fünf Rohrbrüche in einer Nacht ließen die Versorgung an einigen Stellen in Rostock zusammenbrechen. Laut Versorger waren 400 Menschen betroffen. Am Dierkower Damm hatte die Heilpädagogische Tagesgruppe von Barrierefreies Rostock nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser im Haus. Nach dem inzwischen dritten Rohrbruch an dieser Stelle musste das Mobiliar aus den unteren Räumen herausgebracht werden, berichte Mitarbeiterin Jacqueline Lajosch.

Betroffen sei immer das gleiche Rohr. Nach der letzten Flutung des Gebäudes konnte dank vieler Spenden eine neue Einrichtung beschafft werden. „Wir müssen jetzt erst einmal sehen, wie groß der Schaden ist“, sagt Jacqueline Lajosch. „In der Nacht stand das Wasser 20 Zentimeter hoch.“ , In einer benachbarten Schule kann die Tagesgruppe einen Raum nutzen. Glücklicherweise seien Ferien und es müssten auch nur acht Kinder betreut werden.

Die Rohrbrüche ereigneten sich laut Nordwasser neben dem Dierkower Damm in weiteren Stadtteilen beispielsweise am Südring, in der Brahestraße, Am Güterbahnhof/Richard-Wagner-Straße, in der Hansastraße und im Rahnstädter Weg in Reutershagen. Noch laufe im Unternehmen die Suche nach der genauen Ursache, teilt Nordwasser-Sprecherin Gabi Kniffka auf Nachfrage mit. „Ein Auslöser für die Rohrschäden könnten Druckschwankungen im Netz gewesen sein“, lautet eine Vermutung. Die Meldungen über die geplatzten Rohre gingen in der Leitzentrale von Nordwasser zwischen 21 Uhr am Mittwoch und 2 Uhr am Donnerstag ein. Der Bereitschaftsdienst sei schnell im Einsatz gewesen. Die Schäden seien lokalisiert worden, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. „Zwischenzeitlich wurden für betroffene Einwohner Wasserwagen zur Verfügung gestellt“, sagt Gabi Kniffka. Im Laufe des gestrigen Tages wurden die betroffenen Haushalte nach und nach wieder ans Netz angeschlossen. Was die Nacht so besonders gemacht habe, sei das fast gleichzeitige Auftreten von zumeist kleineren Schadenslagen, so Gabi Kniffka.

Im Rahnstädter Weg in Richtung Wäscherei kam es während der Arbeiten zu Verkehrseinschränkungen. Dort gab es am frühen Donnerstagmorgen einen größeren Schaden. Gegen 2 Uhr platzte an dieser Stelle eine Haupttrinkwasserleitung. Die Wassermassen sprudelten daraufhin unaufhaltsam auf die Straße und fluteten diese. Mehrere geparkte Autos standen unter Wasser, Keller und Hauseingänge liefen voll.

Auch am Güterbahnhof brach auf dem Gehweg eine Leitung, Nordwasser sperrte den Gefahrenbereich ab. Im Dierkower Damm, in der Theodor-Heuss-Straße und im Südring gab es Wasserrohrbrüche am oder in den Häusern. Die Feuerwehr musste mit Pumpen agieren. Bewohner des Rahnstädter Weges hatten zudem am Morgen kein Wasser in ihren Leitungen. „Ich musste meinen morgendlichen Kaffee heute mit Selters zubereiten“, sagte einer der Betroffenen.

Thomas Niebuhr und Stefan Tretropp

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