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Warnemünde Wasser schützt Baustelle im Zentrum

Duc Ta Minh will in diesem Sommer die Arbeiten an altersgerechter Wohnanlage wieder aufnehmen

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Duc Ta Minh vor der mit Wasser gefüllten Baugrube in der Poststraße. Im Sommer sollen die Arbeiten möglichst fortgesetzt werden.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Es ist ein problematisches Grundstück in der Poststraße 3 in Warnemünde, denn„hier geht es um Lückenbebauung“, sagt Duc Ta Minh, der gemeinsam mit einem Leipziger Partner auf der Fläche neben dem Asia-Palast 21 altersgerechte Wohnungen bauen will. Zwischenzeitlich aber sind die Arbeiten an dem Projekt zum Erliegen gekommen – und das hat einige Fragen in der Warnemünder Bevölkerung aufgeworfen, zumal sich die Baugrube im Zentrum des Seebades immer weiter mit Wasser gefüllt hat.

Für den Anstieg des Wasserspiegels hat Duc Ta Minh eine Erklärung: „Wir haben Wasser in die Grube laufen lassen.“ Aus gutem Grund: Die Bohrpfahlwand muss im Winter vor Frost geschützt werden, das gehe am besten mit Wasser, erläutert der Bauherr, „eine solche Wand darf nicht dauerhaft frei stehen, weil sie sonst durch die zum Teil stark schwankenden Temperaturen beschädigt wird“. Das Wasser sei kein Grundwasser, macht Duc Ta Minh klar und reagiert damit auch auf Sorgen von einigen Anwohnern des Seebades. „Der Grundwasserspiegel in Warnemünde hat sich nicht verändert“, setzt er hinzu.

„Dadurch, dass wir das Wasser in die Baugrube eingelassen haben, sind auch die Nachbargrundstücke geschützt“, sagt Ta Minh, der schon versteht, „dass sich die Leute Sorgen um das Absacken ihrer Grundstücke machen“.

Mit dem bisherigen Verlauf der Planungen und der Bauarbeiten ist der 29 Jahre alte Duc Ta Minh nicht sonderlich glücklich. Seine Gesellschaft habe das Grundstück in der Postraße 3 im Jahr 2011 in ihre Obhut genommen. „Später ist dann die Leipziger Gesellschaft in das Projekt eingestiegen“, erläuterte der Unternehmer: „Dann haben wir mit den Vorplanungen begonnen.“

Für die Architekten sei das Grundstück schon eine Herausforderung gewesen, merkt Duc Ta Minh an, „ebenso für einen Statiker, den wir beauftragt hatten“. Es kam deswegen zu erheblichen Verzögerungen bei der Planung, sagt Ta Minh, der aber auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Rostock lobt: „Wir haben das Projekt in einem offenen Dialog entwickelt.“

Nachdem man im Jahr 2015 die alte Räucherei, die auf der Fläche stand, abgerissen hatten, „haben wir auch sofort mit den Tiefbauarbeiten begonnen“, sagt Ta Minh. Man habe die Bohrpfahlwand gesetzt und dann mit Frühjahr 2016 den Boden ausgehoben, „dann kam es zu diesem Stillstand“. Die Investoren wechselten das Planungsbüro und auch den Statiker. „Es steckt jetzt schon viel Zeit und viel Geld in dem Baukörper“, sagt Duc Ta Minh, der einerseits im Interesse der Warnemünder, aber auch im Interesse der 200 Interessenten für die altersgerechten Wohnungen die Arbeiten so schnell wie möglich wieder aufnehmen will: „Wir haben das Ziel, noch vor dem Sommer wieder zu beginnen“ – zuerst mit dem Abpumpen des Wassers und dem Reinigen der Baustelle, sagt der Investor, der schon auf der Suche nach einer Baufirma ist.

Wohnungen für Senioren

In der Poststraße 3 entstehen 21 altersgerechte Wohnungen mit zwei und drei Zimmern in einer Größe zwischen 40 und 75 Quadratmetern. In der benachbarten Poststraße 2 über dem Asia-Palast werden noch einmal acht Wohnungen gebaut werden. Sie sollen allesamt vermietet werden. Zudem Neubauprojekt zählt auch eine Tiefgarage mit 42 Plätzen auf zwei Etagen.

Michael Schißler

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