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Wegen Tierquälerei: Marteria zahlt 5000 Euro Geldbuße

Peta verklagt Musiker Wegen Tierquälerei: Marteria zahlt 5000 Euro Geldbuße

Die Tierrechtsorganisation Peta hat Marten Laciny wegen Fischquälerei durch „Catch and release“ (Fangen und wieder freilassen) angezeigt. Der Rapper posierte in einem Video mit einem lebenden Karpfen, den er anschließend zurück ins Wasser warf.

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Ausschnitte aus dem Video: „Marteria - One Night in Würzburg (Roswell Blog)“

Quelle: Screenshot Youtube

Rostock. Geldbuße wegen Tierquälerei: Der Rostocker Musiker Marten Laciny, besser bekannt als Marteria, ist von der Tierrechtsorganisation Peta verklagt worden. In einem Video vom Mai 2017 zieht der Sänger mehrere Karpfen mit einem Kescher aus dem Wasser, posiert sekundenlang mit den Tieren und lässt sie anschließend  zurück ins Wasser. Dieses sogenannte „Catch & Release“, das Einfangen und wieder Freilassen von Fischen, ist verboten. Die Staatsanwaltschaft Würzburg teilte mit, dass das Verfahren mit Einverständnis Marterias gegen eine Bußgeldzahlung in Höhe von 5000 Euro eingestellt wurde.

DCX-Bild

Die Tierrechtsorganisation Peta hat Marten Laciny wegen Fischquälerei durch „Catch and release“ (Fangen und wieder freilassen) angezeigt. Der Rapper posierte in einem Video mit einem lebenden Karpfen, den er anschließend zurück ins Wasser warf.

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Nach Auffassung der Tierrechtsorganisation und der Staatsanwaltschaft verstößt „Catch & Release“ gegen § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes. Demnach dürfen keinem Wirbeltier länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt werden. „Der Gesetzgeber sagt, das ist sinnlose Quälerei“, erklärt der Würzburger Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen auf OZ-Anfrage. Hätte Marteria die Strafe nicht akzeptiert, wäre der Fall vor Gericht gegangen. Die Beweislage sei eindeutig gewesen.

Der Landesanglerverband MV bezeichnet die so genannten „Catch and release“-Fälle wiederum als umstritten. Präsident Karl-Heinz Brillowski betont, dass es neben dem Tierschutzgesetz auch Vorschriften gebe, die das Freilassen von bestimmten Fischen sogar erfordern. Dazu gehören beispielsweise Fische, die versehentlich in der Schonzeit gefangen wurden oder die zu klein sind – das Mindestmaß also nicht erfüllen. Auch Riesenfische, deren Verzehr nicht in einigen Tagen zu schaffen sei, könnten aus seiner Sicht zurück ins Wasser geworfen werden. Was das Posieren mit Tieren für Fotos betrifft, betont Brillowski: „Fische sollten nicht unnötig lange an der Luft gehalten werden, das beeinträchtigt zumindest ihr Wohlbefinden.“

Rapper Marteria war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. Er befinde sich zur Zeit im Urlaub, teilte sein Berater mit. Marteria ist nicht der erste Prominente, der von Peta verklagt wurde. Bereits 2016 zahlte Ex-Fußballprofi und Trainer Klaus Augenthaler in einem vergleichbaren Fall mehr als 3000 Euro Geldbuße.

Wolfram Virginie

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