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Welterbe: Stadt startet Werbe-Offensive

BAD DOBERAN Welterbe: Stadt startet Werbe-Offensive

Die große Euphorie ist verflogen, doch das soll sich wieder ändern: Bad Doberan und der Landkreis machen Druck — und wollen die Welterbe-Bewerbung des Münsters mit viel Geld voranbringen.

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Wir müssen für den Welterbe-Titel wieder Schwung aufnehmen.“Wolfgang Kraatz, Vize-Landrat

Bad Doberan. Die große Euphorie ist verflogen, doch das soll sich wieder ändern: Bad Doberan und der Landkreis machen Druck — und wollen die Welterbe-Bewerbung des Münsters mit viel Geld voranbringen. Die Stadt etwa gestaltet das Umfeld um die Klosterkirche neu — für Millionen. Zudem soll die Werbetrommel für den Unesco-Titel wieder stärker gerührt werden: Tausende Euro sollen in Flyer, Broschüren und eine Internet-Seite fließen. Das ist auch nötig: Denn schon in den nächsten Wochen werden Fachleute der Kultusministerkonferenz erwartet.

„Wir rechnen damit, dass die Experten-Kommission der Kultusminister-Konferenz noch im September zu uns kommt“, sagt Sabine Schulze, Welterbe-Beauftragte in der Kreisverwaltung. Ein Datum kenne sie nicht. Denn: „Die Kommission kommt immer inkognito. Die schauen sich drei Tage zunächst alles ganz allein an, geben sich erst dann zu erkennen.“ Sie wisse aber, dass andere Welterbe-Bewerber in Deutschland bereits Besuch bekommen haben. Auch im zuständigen Kultusministerium ist nichts Näheres bekannt: „Wir bekommen in dieser Phase keine Infos von der Kommission. Das wäre auch unseriös“, sagt Minister Mathias Brodkorb (SPD), der mit dem Münster und dem Schloss in Schwerin gleich zwei Bewerber aus MV im Rennen hat.

Doberan will sich auf den Besuch vorbereiten: „Wir müssen uns von unserer besten Seite zeigen. Denn es kommt nicht nur auf das Münster und seine Schätze, sondern auf das gesamte Umfeld an“, erklärt Norbert Sass, stellvertre- tender Bürgermeister. Soll heißen: Der alte Bauhof — einer der Schandflecke am Gelände — soll schnell aufgeräumt werden. Alte Rampen, Leitungen und unansehnliche Beton-Flächen kommen weg. Der alte Marstall wird 2014 saniert und das alte Amtshaus wird bereits zu einem Gemeindezentrum für die Kirche umgebaut. Zudem investiert Doberan gerade eine Million Euro in die Umgestaltung der Außenanlagen.

Bis zur Entscheidung, ob das Münster den Titel bekommt, wird es aber noch Jahre dauern: Ende 2014 entscheidet die Kultusministerkonferenz, welche der 31 Bewerber aus Deutschland an die Vereinten Nationen gemeldet werden. Vor 2015 wird aus dem Unesco-Hauptquartier in Paris kein Votum erwartet. „Wir müssen den Schwung aus dem Jahr 2012, als Tausende Menschen für die Bewerbung gekämpft haben, wieder aufnehmen“, sagt Vize-Landrat Wolfgang Kraatz (SPD). Noch in diesem Jahr soll der Kreistag Mittel für die Bewerbung freigeben. Zur Summe äußert er sich nicht. „Wir müssen bei dem Thema am Ball bleiben — und für unser Münster werben.“

 

Andreas Meyer

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