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Rostock So sieht es hinter den Kulissen von Ostseewelle aus
Mecklenburg Rostock So sieht es hinter den Kulissen von Ostseewelle aus
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11:40 13.02.2019
Als Moderatorenteam unzertrennlich: Andrea Sparmann (37) und Uwe „1,69einhalb“ Worlitzer (37) von Ostseewelle. Sie moderieren die Sendung „Der Gute Morgen". Quelle: Dietmar Lilienthal
Rostock

Seien es morgens die Nachrichten unter Dusche, Blitzerwarnungen auf dem Weg zur Arbeit oder ein wenig musikalische Unterhaltung nebenbei: Für viele Menschen in MV gehört Radiohören immer noch fest zum Tagesablauf. Die großen Sender im Land haben trotz wachsender Konkurrenz durch Smartphone und Internet Hunderttausende treue Zuhörer. Ein großer Teil wird auch am Mittwoch, dem Welttag des Radios, wieder einschalten. Die OZ hat aus diesem Anlass beim Sender Ostseewelle hinter die Kulissen geschaut.

Das Team der Morgensendung, Andrea Sparmann und Uwe Worlitzer, hat gerade seine Schicht beendet. Das Duo moderiert die beliebteste Sendung auf Ostseewelle, den „Guten Morgen“. Gerade Andrea Sparmann genießt in MV Promi-Status, so dass auch ihr Privatleben Eingang in die Medien findet – wie aktuell ihre Schwangerschaft. Die 37-Jährige blickt zuversichtlich in die Zukunft des Radios: „Ich mache das seit 17 Jahren und seit der ersten Stunde höre ich, dass Radio aussterben soll – und es lebt immer noch.“ Zwar werde es schwieriger, die Menschen zu erreichen, da die Konkurrenz größer geworden sei. „Aber solange wir den Hörern regionale Geschichten bieten, werden sie auch einen Grund haben, einzuschalten.“

Worlitzer: „Ich kann immer meine Meinung sagen“

Ihr Kollege Uwe Worlitzer geht nach der Morgensendung zum Sport. „Das brauche ich als Ausgleich, wenn ich so früh aufstehe.“ Um 5 Uhr beginnt das Programm, abends sendet Ostseewelle bis 22 Uhr live. Für den 37-Jährigen spricht vor allem die Publikumsnähe für das Radio: „Das wichtigste ist, authentisch zu sein. Mir schreibt niemand vor, wie ich moderieren soll, ich kann immer meine Meinung sagen.“ So werde das Medium sicher noch weitere 15 Jahre überleben.

Laut Zahlen vom Mai 2018 war Ostseewelle der erfolgreichste private Radiosender in MV mit durchschnittlich 368 000 Zuhörern am Tag. Der zweite Privatsender Antenne MV kam auf 294 000 Hörer. Auf Platz eins lag NDR 1 Radio MV, den 416 000 Hörer einschalteten. Während Ostseewelle im Vergleich zu 2016 etwa 23 000 Zuhörer verlor, gewann NDR 1 Radio MV 30 000 hinzu, die Hörerschaft von Antenne MV wuchs um 15 000.

Das Internet gewinnt auch beim Radio an Bedeutung

In Zeiten des Internets zählen aber nicht mehr nur die klassischen Hörerzahlen. Axel Prokof, Chef vom Dienst und Moderator bei Ostseewelle, ist stolz auf 1,5 Millionen Streaming-Nutzer, die das Programm monatlich im Internet verfolgen. Mittlerweile gibt es elf Kanäle mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Egal ob online oder über Antenne: „Das Konzept von guter Musik und Nähe zu den Moderatoren kommt bei den Hörern einfach gut an.“ Diese Verbundenheit mit dem Sender zeige sich in bis zu 500 Anrufen und Nachrichten alleine in der Morgensendung, bei denen Hörer Blitzer melden oder Neuigkeiten weitergeben.

Auch Antenne-MV-Programmdirektor Daniel Wolff ist optimistisch. Er verstehe mittlerweile Radio als „Audio-Dienstleister. Internetdienste seien nicht in der Lage, die Emotionen der Hörer so anzusprechen, wie es das Radio vermöge. „Wir sind so beliebt, weil wir die Themen bringen, die für die Hörer wichtig sind, nicht für irgendjemand anderes.“ Auch die Regionalität der Themen könne das Internet nicht ersetzen.

Der Sender NDR 1 Radio MV ist ebenfalls online vertreten. Die „Multimedia-Plattformstrategie“ erklärt NDR-Sprecherin Monika Muth so: „Wir versuchen, die Inhalte von NDR 1 Radio MV auf möglichst vielen Wegen anzubieten“. So können beliebte Sendungen wie „Frühaufsteher“ oder „Der Tag“ auch in der NDR-App und online verfolgt werden. Zusätzliche Formate wie Newsletter oder Podcasts sollen ebenfalls helfen, den Spitzenplatz in MV mit einem Marktanteil von 28,3 Prozent aufrechtzuerhalten.

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