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Rostock Wiechers stärkt das Wir-Gefühl
Mecklenburg Rostock Wiechers stärkt das Wir-Gefühl
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00:00 26.09.2018
Er übte mit den talentierten Linksaußen des HC Empor: Nick Witte (2. v. r.), der hier den B-Jugendlichen Christoph Schröder hält. Quelle: Foto: Stefan Ehlers
Rostock

Nick Witte erklärt kurz die Übung, danach dürfen die Talente ran. Sie nehmen kurz Anlauf, springen und werfen. Witte erkennt sofort Reserven – und greift ein.

Empor-Cheftrainer

Till Wiechers (35)

FOTO: D. LILIENTHAL

„Ihr müsst richtig dynamisch abspringen“, fordert der Linksaußen des Handball-Drittligisten. Gleich nebenan trainieren die Kreisläufer Stefan Wilhelm, Maximilian Schütze und Dennis Mehler mit A-, B- und C-Jugendlichen des Vereins. „Wollt ihr auch mal in der ersten Mannschaft spielen?“, fragt Wilhelm. Die Jungs nicken. „Sehr gut! Wir können immer Verstärkung brauchen.“

Auf Initiative von Cheftrainer Till Wiechers tummeln sich fast 60 junge Handballer an diesem Nachmittag in der Sporthalle Marienehe auf dem Spielfeld. Wiechers will mit dieser Aktion das Wir-Gefühl bei Empor stärken.

Die 17 Spieler aus dem Drittliga-Kader werden allesamt zu Kapitänen von kleinen Teams, die aus Spielern der A-, B- und C-Jugend gebildet werden. „Die Kinder sollen von den älteren Spielern lernen und die Männer ihre Erfahrungen weitergeben“, sagt Wiechers.

Auf Anregung des 35-Jährigen startet auf Facebook die Aktion „Finde deine Konzentration“. Passend zu diesem Thema sollen die Jugendlichen Bilder posten. „Das Foto mit den meisten Klicks hat gewonnen“, berichtet Wiechers, der zuvor den Trainern aus dem Nachwuchsbereich seine Handball-Philosophie erläutert hatte. Dazu gehören unter anderem die individuelle Ausbildung der Talente sowie die Vermittlung von Werten. „Gewinnen mit Charakter – das ist unser Motto“, sagt Wiechers.

Lothar Goldschmidt, Jugendkoordinator des Vereins, ist begeistert: „Das ist eine Super-Idee von Till.“ Der 52-Jährige geht davon aus, dass Empor durch Wiechers Offensive „die Verknüpfung zwischen den Altersklassen verbessert und die Identifikation mit dem Verein stärkt“.

Die Einführung eines einheitlichen Spielsystems, das bis zur C-Jugend greift, erleichtere den Jugendlichen den Wechsel in die nächsthöhere Altersklasse. „Das hat nur Vorteile“, meint Goldschmidt.

Auf dem Feld wird das neue Konzept gelebt. C- und B-Jugendliche trainieren gemeinsam, danach dürfen die A-Jugendlichen mit den Männern Abwehr und Angriff proben.

Stefan Ehlers

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