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Windmühlen gegen Industriegebiet

POPPENDORF Windmühlen gegen Industriegebiet

Die Poppendorfer Gemeindevertretung erwägt einen kommunalpolitischen Schachzug: Wenn die Bürger zustimmen, wollen sie sich dafür einsetzen, dass im Regionalen Raumentwicklungsprogramm auf ihrer Fläche ein Windkrafteignungsgebiet zugelassen wird.

Poppendorf. Dies soll nach den bisherigen Überlegungen gegenüber Vogtshagen in der Nähe der dortigen Mülldeponie entstehen.

Hier sieht der Regionale Raumentwicklungsplan schon ein Vorranggebiet für die Industrie vor. Angesprochen wurde das Thema von Lutz Scheibler in der Sitzung der Gemeindevertreter in der Alten Kindertagesstätte in Vogtshagen. „Das könnte eine Möglichkeit sein, dem geplanten Gewerbegebiet entgegenzuwirken“, sagt der Kommunalpolitiker, der auch darauf hinwies, dass sich die Bestimmungen für den Bau von Windkraftanlagen geändert hätten, „nun können sie beispielsweise direkt vor dem Wald gebaut werden“.

Bürgermeister Andreas Knorr erklärt: „Das Industriegebiet kommt nicht so schnell und wenn die Windmühlen auf dem Gemeindegebiet Akzeptanz bei den Vogtshägern findet“, wäre das auch eine neue Möglichkeit für die Gemeinde Poppendorf, Geld zu verdienen. „Als Bürgermeister kann ich mich zumindest dafür erwärmen“, fügt er hinzu.

Die Poppendorfer Gemeindevertreter einigten sich darauf, eine solche Stellungnahme zum Raumentwicklungsplan nicht abzugeben, ohne die Vogtshäger gehört zu haben. Deswegen soll bis zum 16. Mai eine Einwohnerversammlung im Ortsteil stattfinden, die Bürgermeister Knorr nun vorbereiten will.

Auf eine solche Versammlung hatte zuvor auch Gemeindevertreter Ralf Kurths gedrungen: „Diese Aussprache muss relativ schnell kommen.“ Auch er befürchtete: „Sonst bekommen wir einfach ein Industriegebiet vor die Nase gesetzt.“ Bodo Prestin, Gemeindevertreter aus Vogtshagen, sagt zu der jüngsten Idee: „Ich halte nichts von den Windmühlen, aber das macht die Versammlung.“

msc

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