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Rostock Achtung, Baustelle: Güstrower fahren bald zwei Kilometer mehr
Mecklenburg Rostock Achtung, Baustelle: Güstrower fahren bald zwei Kilometer mehr
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00:00 12.07.2013
Stadteinwärts wird eine Umleitungsstrecke mit einer Gesamtlänge von 5,5 Kilometern über die Landesstraßen 142 und 14 eingerichtet. Grafik: Arno Zill/Foto: OZ
Güstrow

Etliche Baufahrzeuge rangieren dieser Tage durch Güstrow — Vorboten für das, was noch kommen wird. Von der Liebnitzbrücke bis zum Ortsausgangschild in Richtung Rostock wird ab dem 22. Juli die Bundesstraße 103 um- und ausgebaut. Sie wird teilweise einseitig befahrbar und ab Herbst komplett gesperrt sein (die OZ berichtete). Bis Ende 2014 arbeiten Baufirmen auf einer 1,8 Kilometer langen Strecke. Das Projekt umfasst 7,8 Millionen Euro. Während der gesamten Bauzeit wird eine Umleitungs- und Entlastungsstrecke eingerichtet — um den Frust der Autofahrer klein zu halten.

„Wenn mit den Arbeiten begonnen wird, müssen sich Autofahrer auf Beeinträchtigungen einstellen“, kündigt Ronald Normann, Leiter vom Straßenbauamt Güstrow, an. Besonders in der Anfangszeit könnte der Verkehr öfter ins Stocken geraten, denn „alle Fahrer müssen sich erst auf die neue Situation einstellen“, so Normann. Den Beginn der Arbeiten mitten im Juli begründet er mit der Urlaubs- und Ferienzeit. Viele Güstrower seien dann nicht in der Stadt, „und irgendwann muss damit begonnen werden“. Am schlimmsten sind Pendler betroffen, die jeden Tag in Richtung Ostsee fahren müssen. Ihnen entstehen längere Wege und Fahrtzeiten.

Die größten Probleme wird es im ersten Abschnitt im Bereich der Liebnitzbrücke bis zur Niklotstraße geben. Aus Rostock kommend ist die Strecke bis zu diesem Knotenpunkt frei. Wer in Richtung Goldberger Straße fahren will, muss eine Umleitung über die Landesstraßen 142 und 14 in Kauf nehmen. „In den kommenden Tagen stehen alle Umleitungsschilder und Ampelanlagen an ihrem Platz. Daran kann man sich orientieren“, sagt Ronald Normann. Von der Bredentiner Straße über den Bredentiner Weg bis zur Neuen Straße verläuft die Ausweichstrecke. Insgesamt kommen hier 5,5 Kilometer zusammen — macht rund 2,3 Kilometer mehr als bei der direkten Durchfahrt.

Die Bundesstraße 103 wird im ersten Abschnitt stadtauswärts von der Liebnitzbrücke bis Höhe St.-Jürgens-Weg in Angriff genommen. In der Gegenrichtung beginnen die Arbeiten hinter der Einfahrt zum Lidl-Parkplatz. Der Bauplatz zieht sich bis zur Einmündung in den St.-Jürgens-Weg.

Von der Neukruger Straße — einer weiteren Hauptstrecke, die in die Stadt führt — sind weiterhin beide Zugänge zur B 103 befahrbar. Ebenso ist die Prahmstraße von beiden Seiten der Bundesstraße erreichbar. Die Kessiner Straße ist wie die Neue Straße nicht von Sperrungen betroffen. Auf letzterer Strecke ändert sich jedoch die Verkehrsführung an der Kreuzung Schwaaner Straße/Eisenbahnstraße.

Können Autofahrer derzeit noch von dort links in die Eisenbahnstraße abbiegen, wird ihnen diese Möglichkeit während der gesamten Bauzeit bis Ende 2014 verwehrt. Aufgrund der Umleitungsstrecke kann von der Neuen Straße aus nur der Rechts-Blinker gesetzt werden.

In den kommenden vier Monaten sind die beteiligten Firmen mit dem ersten Abschnitt beschäftigt. „Nach unseren Planungen und Berechnungen sind sie damit bis November fertig, unvorhergesehene Verzögerungen sind dabei nicht eingerechnet. Es kann schon etwas dazwischenkommen, das die Planungen durcheinanderbringt“, wagt Ronald Normann eine erste Prognose. Die Arbeiten am zweiten Abschnitt sollen rund sechs Monate in Anspruch nehmen. Von Dezember bis Mai 2014 ist die B 103 stadtauswärts von der Kessiner Straße bis Haselstraße einseitig gesperrt. Informationen zum Stand der Um- und Ausbauten will das Straßenbauamt regelmäßig mitteilen.

Neue Radwege
Der fast zwei Kilometer lange Ausbau beginnt auf der B 104 hinter der Liebnitzbrücke und endet am Ortsausgang Güstrow auf der B 103 in Richtung Rostock.


Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die beidseitigen Rad- und Gehwege sowie Links- und Rechtsabbiegerspuren erneuert.


Ebenso werden die vier vorhandenen Bushaltestellen umgebaut. Die Baukosten in Höhe von rund 7,8 Millionen Euro übernehmen jeweils anteilig der Bund, das Land, der Abwasserverband Güstrow und die Stadtwerke Güstrow.


Voraussichtlich im Dezember 2014 sollen die Arbeiten beendet sein.

Mathias Otto

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