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Rostock Die „Aidaprima“ schwimmt wieder
Mecklenburg Rostock Die „Aidaprima“ schwimmt wieder
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06:45 23.07.2015
Der erste Neubau der neuen „Hyperion“-Klasse der Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises hat in Japan das Ausrüstungsdock der Mitsubishi-Werft in Koyagi verlassen. Quelle: Aida Cruises
Rostock

Nun wird es für Aida Cruises ernst. Der erste Neubau der neuen „Hyperion“-Klasse wurde am Mittwoch in Japan von Schleppern aus dem Ausrüstungsdock bei der Mitsubishi Werft gezogen und in das Hafenbecken zur Endausrüstung verlegt. Damit kommt der Bau knapp zwei Jahre nach der Kiellegung in die Endphase. 

An der Pier beim Mitsubishi-Werftbetrieb in Koyagi an der Bucht von Nagasaki wird der 300 Meter lange und 125000 BRZ große Neubau jetzt auf seine im August angesetzte erste Probefahrt vorbereitet. Bis Ende September soll die Erprobung dann beendet werden und das Schiff bereit zur Übergabe sein. Nach derzeitiger Planung sollen am 1. Oktober in Yokohama erstmals Passagiere an Bord gehen. Drei Tage später ist  am 3. Oktober um 18 Uhr in Yokohama der Start der  Jungfernreise angesetzt.

Die „Aidaprima“ ist das neue Flaggschiff der Reederei Aida Cruises, dem Marktführer bei Kreuzfahrten in Deutschland. Das für 3250 Passagiere ausgelegte Schiff ist außerdem das größte Passagierschiff eines deutschen Kreuzfahrtanbieters. Die „Aidaprima“ wurde am 2012 zusammen mit einem Schwesterschiff bei Mitsubishi Heavy Industries bestellt. Am 30. Juni 2013 erfolgte dann im Dock 1 des alten Werftbetriebs im Stadthafen von  Nagasaki unter der Baunummer 2300 die Kiellegung. Am 3. Mai wurde der Neubau aus dem Baudock in das Ausrüstungsdock überführt.  Der Bau geriet jedoch erheblich in Verzug, so dass die zunächst für März 2015 geplante Jungfernfahrt  um sechs Monate verschoben wurde. Der japanische Werftkonzern meldete durch den Bau dieser Schiffe bereits einen Verlust von über 425 Millionen Euro an.

Die enormen Probleme der japanischen Werft sind auch ein Grund, weshalb AIDA mit der nächsten Generation wieder nach Deutschland zurückkehrt. Im Frühjahr bestellte die Aida-Mutter Carnival Cruise Corporation bei den Werft-Gruppen Fincantieri (Italien)  und Meyer (Deutschland/Finnland) insgesamt neun Neubauten für verschiedene Reedereien des Konzerns. Zwei Neubauten aus dem Auftrag für Meyer sollen für Aida Cruises geliefert werden. Diese Klasse wird dann als „Helios“-Klasse   die Basis für die weitere Expansion bilden.



OZ