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Rostock Hansestädter retten Berliner Currywurst-Betrieb
Mecklenburg Rostock Hansestädter retten Berliner Currywurst-Betrieb
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06:21 16.09.2014
Die Firma Rostocker Wurst- und Fleischspezialitäten rettet den traditionsreichen Fleischerei-Betrieb „Maximilian“ vor der Insolvenz. Die Berliner Firma ist vor allem für ihre Currywurst bekannt. Quelle: Fotolia
Rostock

Für einen symbolischen Euro hat die 1949 gegründete „Maximilian“-Fleischwaren GmbH den Besitzer gewechselt. Der Käufer, die Rostocker Wurst- und Fleischspezialitäten GmbH („Die Rostocker“), hat damit nach eigenen Angaben die Insolvenz des bekannten Imbissanbieters aus der Hauptstadt verhindert.

Der Legende nach lieferten die Gründer von „Maximilian“ jene Würste, mit denen die Berliner Imbissbetreiberin Herta Heuwert am 4. September 1949 in Charlottenburg die Currywurst erfand. Die „Maximilian“-Gründer sollen Herta Heuwert (1913 - 1999) zudem bei der Zubereitung der originalen Currywurst-Soße geholfen haben.

„Wir kennen diese Geschichte“, sagt eine Mitarbeiterin des Berliner „Currywurst-Museums“. Einen wissenschaftlichen Beweis für die Beteiligung von „Maximilian“ gebe es allerdings nicht.

Die rund 200 gelben „Maximilian“-Imbissbuden gehören in den westlichen Bezirken Berlins seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Sie verkaufen Wurst der „Maximilian“-Fleischerei, werden aber von selbstständigen Einzelunternehmern betrieben. Die Imbisse sind nicht Teil des Kaufpakets.

Die Berliner Fleischer-Innung begrüßt die Übernahme des Fleischereibetriebs durch die Rostocker. Am Stammsitz von „Maximilian“ in Berlin-Neukölln wollte sich am Montag niemand äußern. Das Unternehmen beschäftigt 18 Mitarbeiter und schreibt laut Bundesanzeiger seit Jahren rote Zahlen. „Rostocker“-Chef Tobias Blömer (37) kündigt an, dass der Berliner Fleischereibetrieb erhalten bleibt.



Gerald Kleine Wördemann