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Rostock Raumfahrt-Experten suchen optimales Funksignal
Mecklenburg Rostock Raumfahrt-Experten suchen optimales Funksignal
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08:12 22.03.2014
Sie sind das internationale Mess-Team: Thomas Jost (v.l.), Christian Gentner, Wei Wang, Ronald Raulefs, Armin Dammann, Siwei Zhang. Quelle: Sternberg
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Rostock

Experten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus Oberpfaffenhofen führen in Warnemünde bei Rostock mehrtägige Messungen durch. Sie arbeiten an einem besseren Funksystem, das die Sicherheit für die Schiffe erhöht. Das Ziel ist es, große Datenpakete einfach, sicher und schnell senden und empfangen zu können. Die bestehenden Funksysteme seien nicht mehr zeitgemäß, so die Fachleute. Ob Passagierlisten, Frachtscheine, Zollanmeldungen oder aktuelle Lageberichte – ein Breitbandsystem zur Kommunikation soll im Schiffsverkehr für Entlastung sorgen.

Weil die Kommunikation auf See zwischen den Schiffen aber auch zu den Häfen an ihre Grenzen stößt, haben die beiden Bundesministerien für Wirtschaft und Forschung das Projekt zur maritimen Sicherheit initiiert. Die Grundlage für die neue Kommunikation auf See ist die Untersuchung der Ausbreitung von Funkwellen im Fünf-Gigaherz-Band.

So hat das internationale DLR-Team küstennahe Funkszenarien abgebildet. Die Qualität einer Funkverbindungen wird beeinflusst durch Reflektionen an der Wasseroberfläche, Hindernisse wie Gebäude oder andere Schiffe. Gelingt das Vorhaben,  kann bald ein Funkkanal mit hoher Übertragungsrate zur erhöhter Sicherheit beitragen. Schiffe könnten sich gegenseitig Radarbilder schicken, um einen besseren Überblick zur Verkehrslage zu gewinnen – angesichts der riesigen Dateigrößen bislang undenkbar.



Thomas Sternberg

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