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Renntage: Ganz Europa wettet jetzt mit

HEILIGENDAMM Renntage: Ganz Europa wettet jetzt mit

Das Ostsee-Meeting 2015 ist gerettet — weil auch Tipper aus dem Ausland in Heiligendamm ihr Glück suchen können.

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Die Renntage in Doberan sind für 2015 abgesichert.

Heiligendamm. Endlich gute Nachrichten von der Rennbahn: Das Bad Doberaner Ostsee-Meeting 2015 ist gesichert. „Der Rennverein hat uns überzeugt, dass er in der Lage ist, die Veranstaltung auszurichten“, sagt Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos). Denn selbst im Rathaus hatten sich jüngst Zweifel gemehrt, ob der Club die Großveranstaltung mit mehr als 30

000 Besuchern stemmen könne. Vor allem in puncto Finanzen herrschte wochenlang Unsicherheit. Doch diese Bedenken sind vom Tisch — weil der Rennverein mit einem echten Coup überraschte: Die Renntage werden künftig erstmals europaweit vermarktet — zumindest in der Sportwetten-Szene. Es werden sogar Live-Fernsehbilder produziert.

Gewettet wurde auf der Rennbahn zwar schon immer — aber nur im kleinen Rahmen. Nun sollen auch Spieler im Ausland ihr Glück in Heiligendamm versuchen können: „Es ist uns gelungen, German Tote als Partner mit ins Boot zu holen“, sagt Harald Morgenstern, Präsidiumsmitglied des Rennvereins. German Tote — das ist der Wettvermarkter der größten deutschen Rennvereine. Das Unternehmen kooperiert weltweit mit Wettbüros.

„Vier Rennen am Sonnabend werden über German Tote vermarktet“, erklärt Morgenstern. „Dafür werden eigens LiveFernsehbilder auf der Rennbahn produziert, die dann via Satellit in den Wettbüros zu sehen sind — in Paris, London und sogar in Hongkong.“ Der Verein verdient an den Wetten mit und erhofft sich Tausende Euro an zusätzlichen Einnahmen. „Um diese Kooperation reißen sich alle Rennbahnen.“

Mit diesem Deal konnte der Verein auch die Stadtverwaltung überzeugen. Der Club soll die Bahn zunächst für ein Jahr pachten. „Wir übernehmen den Vertrag zu den gleichen Konditionen, die bisher die Ostseesparkasse hatte“, sagt Morgenstern. Die größte Bank der Region hatte bis Ende 2014 das Ostsee-Meeting organisiert, dann aber den Vertrag gekündigt — weil der Vorstand nicht mehr bereit war, das jährliche Defizit in sechsstelliger Höhe auszugleichen. „Wir bleiben aber als Sponsor dabei und stehen dem Verein mit Rat und Tat zur Seite“, versichert Ospa-Sprecher Matthias Bohn. „Auch andere Sponsoren machen weiter mit“, sagt Bürgermeister Semrau. „Wir wollen im März den Pachtvertrag in der Stadtvertretung absegnen lassen. Das Jahr werden wir dann nutzen, um ein neues Konzept zu erarbeiten.“

Ganz oben auf der Agenda steht dabei weiter der Bau von Tribünen und sanitären Anlagen auf dem Areal: „Wir schnüren ein Gesamtpaket, halten an den Bauideen natürlich fest“, so der Rathaus-Chef. Auch der Rennverein zieht mit. „Dieses Jahr wird der neue Bebauungsplan vorgelegt. Dann haben wir Baurecht und können uns damit befassen, wer was auf der Rennbahn baut und betreibt“, so Morgenstern. Der Verein stehe jedenfalls hinter den Planungen: „Die Zeltlandschaft, die wir jedes Jahr hier aufbauen, kostet teures Geld. Dass dieser Zustand nicht mehr haltbar ist — darin sind wir uns alle einig.

Und wir sind schließlich angetreten, um den Renntagen eine neue Perspektive zu geben.“

Bahn mit Tradition
30000 Zuschauer kamen in den vergangenen Jahren im Durchschnitt zu den Renntagen in Bad Doberan.
4 Rennen werden im Jahr 2015 über den Anbieter „German Tote“ europaweit an Wettbüros vermarktet. Das soll dem Rennverein Tausende zusätzliche Euro einbringen.
1804 fanden zwischen Heiligendamm und Doberan erste Pferderennen statt. Die Bahn ist die älteste auf Europas Festland.

 



Andreas Meyer

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