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„Rittmeister“ ohne Außenpool und eine Nummer kleiner

Biestow „Rittmeister“ ohne Außenpool und eine Nummer kleiner

Der Chef des Biestower Landhotels verändert seine Baupläne und reagiert auf Kritik der Nachbarn. Die Baustelle ruht seit einem Jahr, nun kommt ein neuer B-Plan.

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Andreas Barnehl, Besitzer des „Rittmeister“, auf der verwaisten Baustelle für die Erweiterung des Hotels. Im Hintergrund ist die zwei Meter hohe Lärmschutzwand zum Nachbargrundstück zu sehen.

Quelle: Doris Kesselring

Biestow. Still ruht die Baustelle am Landhotel „Rittmeister“. Seit einem Jahr bewegt sich hier nur noch das Unkraut, das sich durch die Kiesschicht kämpft. Baustopp für die Hotelerweiterung. Erwirkt von zwei Nachbarn, die gegen die Baugenehmigung geklagt hatten. Beschwerden von Stadt und Hotelbetreiber wurden im Sommer letzten Jahres vom Oberverwaltungsgericht Greifswald abgewiesen. Jetzt werden die Pläne geändert.

„Da waren wir ziemlich niedergeschlagen“, denkt Hotelchef Andreas Barnehl zurück. Aber aufgeben, das wollte er nicht. „Also werden wir die kritisierten Punkte angehen: Geräuschbelästigungen minimieren und mehr Stellplätze ausweisen“, erklärt Barnehl. Er konnte eine Fläche vom Fohlenhof dazupachten und wird hier weitere Parkplätze einrichten. „Letztlich werden wir dann auf über 60 Stellplätze kommen, mehr als maximal vorgehalten werden müssen.“ Außerdem soll auf dem neuen Gelände eine Streuobstwiese entstehen.

An der Grundstücksgrenze zum Nachbarn baut Barnehl Stellplätze zurück. Hier hat er eine Carportanlage für fünf Fahrzeuge errichtet, die gleichzeitig auch Lärm schlucken soll. Außerdem hat der Hotelbesitzer an der kompletten Linie zum Nachbarn eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand gezogen.

Es werde kein Außenpool, wie ursprünglich vorgesehen, gebaut und das künftige Wellnessgebäude werde nicht drei, sondern mehr als doppelt so viele Meter von der Grenze zum Nachbarn abrücken. „Zunächst wird es auch nur einstöckig“, kündigt Barnehl an, „die zweite Etage wird versetzt aufgebaut und dann etwa zwölf Meter entfernt sein.“ Eine große Fläche des gesamten Hotelgeländes soll entsiegelt und begrünt werden.

Das vorhandene Bettenhaus des „Rittmeisters“ wird wie geplant um vier Zimmer und Rezeption erweitert werden. Dahinter, Richtung Fohlenhof, ist der Neubau eines Gästehauses mit 16 Zimmern und Wellnessbereich vorgesehen, der auch öffentlich genutzt werden kann. Damit wächst das Landhotel um 40 auf insgesamt 70 Betten.

Barnehl hofft, dass mit den geplanten Änderungen nun wieder Frieden in Biestow einkehren kann. Ein neues B-Planverfahren ist für das geänderte Vorhaben nötig. Am 9. April wird sich der Ortsbeirat damit beschäftigen, der bisher geschlossen gegen das Projekt votiert hatte, weil es aus seiner Sicht nicht ins Ortsbild passe. Dennoch hatte die Stadt im November 2012 die Baugenehmigung erteilt.

Mitte Mai wird die Bürgerschaft über den Aufstellungsbeschluss eines neuen Bebauungsplanes befinden. Investor Barnehl hofft, dass alle Formalitäten Ende des Jahres erledigt sind und dann mit zwei Jahren Verzögerung das Projekt vollendet werden kann.

Landhotel „Rittmeister“
Als Schulhaus mit zwei Klassen- und zwei Lehrerzimmern wurde das heutige Restaurant „Rittmeister“ 1910 erbaut. Es diente bis 1963 als Dorfschule, war Hort, Wäschelager, Lager der Stadtbibliothek. Yvonne und Andreas Barnehl bauten das Haus 1994 zum Restaurant im Landhausstil um. 2003 wurde das Hotel eröffnet, 2006 die Bauvoranfrage zur Erweiterung gestellt, Baugenehmigung im November 2012. Baustopp ist seit April 2013.

 



Doris Kesselring

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