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Rostock Wirtschaftsfaktor und Schönling: „Ein Baum ist mehr als ein Baum“
Mecklenburg Rostock Wirtschaftsfaktor und Schönling: „Ein Baum ist mehr als ein Baum“
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00:05 08.06.2017
Rekord bei den Nordischen Baumtagen: In diesem Jahr kamen erstmals rund 140 Experten nach Warnemünde. Quelle: Fotos: Johanna Hegermann (2), Ove Arscholl (1)
Warnemünde

Die Stadt Rostock richtet in diesen Tagen zum mittlerweile 27. Mal die Nordischen Baumtage aus. Aus dem ganzen Land sind dafür Baumpfleger, Baumschulen und Vertreter von verschiedenen Grünämtern nach Warnemünde gereist – insgesamt rund 140 Experten. „In diesem Jahr haben wir damit sogar eine Rekordmeldung“, sagt Steffie Soldan, vom Organisationsteam der Baumtage.

Zum 27. Mal finden momentan in Warnemünde die Nordischen Baumtage statt

Simone Kasper nimmt zum ersten Mal an der Veranstaltung im Technologiezentrum in Warnemünde teil. Bei der Stadt Norderstedt ist sie für den Baumschutz zuständig. „Ich besuche viele Tagungen, hier sind die Themen gut gemischt und sehr interessant“, erklärt Kasper. Es gebe einen schönen Austausch mit anderen, findet auch Martina Freund vom Amt für Stadtgrün.

„Alljährlich findet hier eine fachliche Diskussion über die Pflege, den Erhalt und die Entwicklung der Bäume statt“, erklärt Ute Fischer-Gäde, die Leiterin des Grünamts. Bereits zum zweiten Mal hat sie das dreitägige Seminar eröffnet, viele Jahre habe sie jedoch als Gast an den Baumtagen teilgenommen. „Es ist eine wunderbare Möglichkeit, Praxis und Wissenschaft zu verbinden.“ Die Baumtage werden vom Amt für Stadtgrün gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur ausgerichtet. In den Vorträgen, Exkursionen und im Austausch untereinander gehe es darum, gestärkt aus dem Seminar hervorzugehen. In diesem Jahr soll es unter anderem auch um die Ästhetik des Baumes gehen. „Ein Baum ist mehr als ein Baum“, zitiert sie den verstorbenen Professor Frederic Vester aus München. Der Wert eines Baumes umfasse mehr als wirtschaftliche Faktoren und Zahlen. „Durch seine Ästhetik, Anmut und durch sein Erscheinungsbild unterhält ein Baum uns auch“, sagt Fischer-Gäde.

Bäume müssten jedoch häufig dem Wachstum einer Stadt weichen, fügt der Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hinzu. Wenn alte Bäume gefällt werden, gebe es oft Gegenbewegungen. Auch bei der Planung von Groß Biestow herrsche noch Uneinigkeit. „Momentan gibt es in der Stadtgesellschaft heftige Diskussionen, die wir moderieren und für die wir Lösungen finden müssen“, betont Matthäus. Manchmal gebe es keine andere Möglichkeit, als das Bäume und Grünflächen für Bauprojekte oder Straßensanierungen beseitigt werden müssten. „Jeder Baum, der fallen muss, tut mir unheimlich weh.“

Bei der heutigen Exkursion zur Ostsee-Baumschule in Kröpelin geht es jedoch vorrangig ums Baumwachstum. „Vor einigen Jahren haben wir bei den Baumtagen das Thema ,junge Riesen’ kennengelernt und wollten es auch in Rostock umsetzen“, sagt Steffie Soldan. Dabei werde das genetische Material von besonders ehrwürdigen und alten Bäumen gesammelt. „Aus diesen Samen werden in Kröpelin neue Bäume gezogen.“ Unter anderem auch die Rosskastanie in Alt Bartelsdorf und die Friedenseiche am Steintor würden sich in der Sammlung befinden.

jh

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