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Wo aus Schülern „Borwinesen“ werden

OZ-Schulnavigator Teil 18: Die Borwinschule Wo aus Schülern „Borwinesen“ werden

Die Borwinschule ermöglicht alle Abschlüsse und setzt auf Wertschätzung und Toleranz / Individuelle Förderung von Schülern möglich

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Junge Talente und Preisträger: Patrick Staschick (17, von rechts) bekam einen Noten-Borwin für seine sehr guten schulischen Leistungen. Für ihr künstlerisches Talent erhielt Nele Kontny (17) einen Kunstpreis. Sebastian Haase (17) war schon drei Mal beim Bundesfremdsprachenwettbewerb.

Quelle: Fotos: L. Kenzler

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Schon vor mehr als 100 Jahren haben Schüler die Borwinschule in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt besucht. Damit wurden sie zu „Borwinesen“, und sie blieben es ein Leben lang. Hinter den alten Gemäuern verbirgt sich eine traditionsreiche Schule mit moderner Ausstattung. Nirgendwo sonst gibt es ein digitales Klassen- und Notenbuch. Welchen Schulabschluss die „Borwinesen“ machen wollen, können sie selbst entscheiden. Teil 18 des OZ-Schulratgebers beschäftigt sich mit der Schule in der KTV.

Gemeinsam, respektvoll, erfolgreich – das Credo der Borwinschule ist eindeutig. „Wir verstehen uns als eine Schule der Vielfalt. Aus gymnasialer Oberstufe, Schulwerkstattklassen und Schülern mit Mobilitätseinschränkungen besteht unsere integrierte Gesamtschule“, erklärt Schulleiter Uwe Both. An der Borwinschule stehe das gemeinsame Lernen im Vordergrund, das Kurssystem ermögliche aber auch die individuelle Förderung von Schülern. Der Lehrer für Mathe, Physik, und Astronomie ist noch nicht lange Schulleiter der Borwinschule. „Ein Grund für meine Bewerbung war das gemütliche Schulgebäude“, so Both. 105 Jahre hätten zwar Spuren hinterlassen, das Schulhaus habe dadurch aber einen ganz besonderen Charme.

800 Schüler besuchen momentan die integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Ob Berufsreife, Mittlere Reife oder Abitur – alle Abschlüsse sind möglich. „Hier gibt es keinen zu großen Leistungsdruck. Wenn man das Abitur nicht schafft, ist es nicht schlimm“, erzählt Schülerin Charlotte Rose (13). Neben den Werkstattklassen für Schüler mit verschiedenen Förderschwerpunkten gibt es auch eine Begabten-Förderung, die unter anderem auf naturwissenschaftliche Fächer abzielt. „Auch dieser Zweig ist uns sehr wichtig“, betont die stellvertretende Schulleiterin Andrea Heber.

Die Liste der Angebote in der gebundenen Ganztagsschule ist lang und reicht vom Aquarium-Kurs, über Niederdeutsch und Internetrecherche bis hin zu musikalischen und sportlichen Kursen. Viele Angebote finden auch außerhalb der Schule statt. Einmal im Jahr verleiht der Schulverein der Borwinschule einen Preis für diejenigen, die sich in besonderem Maße für die Schule engagiert haben. Wie ein Oscar wird der „Borwin“ in vier Kategorien verliehen. Schüler Patrick (17) besucht die elfte Klasse und hält stolz seinen Noten-Borwin in den Händen. Er habe sich so verbessert, dass seine Lehrer und Schüler ihn für diesen Preis nominiert haben.

Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung hat auch Schulsozialarbeiterin Marie Waduckel einen „Borwin“ auf ihrem Schreibtisch stehen. Ihre Vertretung Claudia Lübcke betreut die Schülerzeitung „BorwinTime“. „Der Kontakt mit den Schülern ist wichtig, auch bei Problemen und Sorgen“, so Lübcke.

Ein echtes Novum ist das digitale Klassen- und Notenbuch. Durch mobiles Internet in allen Räumen können Hausaufgaben, Noten, Klassenarbeiten und Fehlstunden online übertragen werden. Das sorgt für Transparenz zur Freude vieler Eltern. „Meine Kreidetafel möchte ich aber nicht missen“, sagt Schulleiter Both mit einem Schmunzeln. Über eine Schule ohne Kreide wären wohl auch die „Alt-Borwinesen“

erst einmal verwundert.

Kontakt: Am Kabutzenhof 8,

Telefon ☎ 0381/ 381 410 40, E-Mail: borwinschule@rostock.de Info: www.borwinschule.org

Lea-Marie Kenzler

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