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Wo heißen die Einwohner Kiwis? Erik Weijs weiß es

Reutershagen Wo heißen die Einwohner Kiwis? Erik Weijs weiß es

14-Jähriger wird zum zweiten Mal Landessieger im Geographie-Wettbewerb

Reutershagen. . Wo heißen die Einwohner Kiwis? Welche EU-Staaten grenzen an das Schwarze Meer? Und wie heißt die nördlichste Stadt Schwedens? Mit den richtigen Antworten auf diese Fragen hat Erik Weijs im Geographie-Wettbewerb „Diercke Wissen“ am Gymnasium Reutershagen überzeugt. Der 14-Jährige setzte sich erst gegen seine Klasse, dann gegen die ganze Schule und schließlich gegen 8100 Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern durch und holte den Landestitel. Gestern überraschte ihn der „Landesverband der Schulgeographen MV“ mitten im Unterricht. Zusammen mit Urkunde, Gutschein und Geo-Buch erhielt der Landesmeister die Eintrittskarte zum Bundesfinale in Braunschweig.

 

OZ-Bild

Mit Abstand hat er seine Mitschüler hinter sich gelassen: Erik Weijs gewinnt den Schülerwettbewerb „Diercke Wissen“ in MV.

Quelle: Foto: Lea-Marie Kenzler

„Ich interessiere mich für die Geschehnisse in der Welt und fast überall spielt Geographie eine Rolle“, sagt Erik über sein Lieblingsfach. Sein Talent und sein visuelles Gedächtnis verdanke er einem Sticker-Atlas aus seiner Kindheit. Damals habe er viel Zeit damit verbracht, Flaggen, Städte und Flüsse ihren Ländern zuzuordnen. Dass ihm dieses Album einmal zum Landessieg verhelfen würde, hätte auch Erik nicht gedacht. Mit der Zeit wich das Sticker-Album Autobahnatlanten und Weltkarten. Im Umgang mit ihnen ist Erik sicher und routiniert – so sehr, dass Druckfehler ihm sofort ins Auge stechen würden. Bei längeren Autofahrten mit seiner Familie ist der Geo-Profi dann ein sicherer Wegweiser. Da müsse er sich nur hin und wieder gegen seine Schwester und das Navigationsgerät durchsetzen.

Im Schülerwettbewerb wird aber nicht nur die Weltkarte abgefragt. „Allgemeine geographische Begriffe und Zusammenhänge sind immer wieder Thema. Auch wirtschaftsgeographische Aufgabenstellungen müssen bearbeitet werden“, erklärt Manfred Oschwald, der für den Wettbewerb in MV verantwortlich ist. So gut Erik die Topographie der Weltkarte auch beherrscht, brachte eine Frage über Rohstoffe und Naturelemente den Schüler doch ins Schwitzen.

Das Material für den Wettbewerb bekommen die Schulen vom Westermann-Verlag zwar zugeschickt, letztendlich sei jedoch der Erfolg des Wettbewerbs an einer Schule von den jeweiligen Fachlehrern abhängig. Am Gymnasium Reutershagen organisieren die Lehrerinnen Jaqueline Sandberg und Cornelia Bauer vom Fachbereich Geographie den Wettstreit. Sie bereiten die Schüler vor und binden die Aktion in den Unterricht ein. „Ich habe schon vor einiger Zeit bemerkt, dass bei Erik tiefgründiges Interesse und viel Hintergrundwissen vorhanden ist“, sagt Lehrerin Sandberg. Sie habe dem Schüler auch schon einen Lernzettel für die finale Runde geschrieben. Eifrig wird nun nach Themen gesucht, die am 9. Juli im Bundesausscheid abgefragt werden könnten.

Erik hat es damit schon zum zweiten Mal in das Bundesfinale geschafft. „Im letzten Jahr bin ich durch einen Rechtschreibfehler in der Vorrunde ausgeschieden. Das war ärgerlich“, erinnert sich der Schüler. Geographie sei nämlich mehr als das Zuordnen von Hauptstädten und Gebirgen. „Rechtschreibung und das genaue Lesen der Aufgabenstellung sind enorm wichtig“, betont Fachbereichsleiterin Cornelia Bauer. Wer das berücksichtigt, habe in Braunschweig gute Chancen.

Seit 2000 gibt es den Geographiewettbewerb, der von der Westermann Gruppe und dem Diercke Weltatlas gemeinsam mit dem Verband Deutscher Schulgeographen (VDSG) veranstaltet wird. Mit mittlerweile 310000 Teilnehmern hat sich „Diercke Wissen“ zum größten deutschen Geographie-Wettbewerb entwickelt.

Lea-Marie Kenzler

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