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Rostock Wohnungsbau boomt: Lange Warteliste für Kammerhof
Mecklenburg Rostock Wohnungsbau boomt: Lange Warteliste für Kammerhof
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00:05 06.02.2018
Haus um Haus: Das erweiterte Wohngebiet Kammerhof nimmt sichtbar Formen an. Quelle: Fotos: Lennart Plottke, Andreas Meyer, Jens Wagner
Bad Doberan

wächst, die Einwohnerzahl übertrifft in diesem Jahr erstmals die 13 000er-Marke – Wohnen in der Münsterstadt wird für viele Menschen offenbar immer attraktiver. Bestes Beispiel: der erweiterte Kammerhof zwischen Dammchaussee, Randstraße und bereits bestehendem Wohngebiet. Die meisten der insgesamt rund 250 Grundstücke sind bereits verkauft, der „Rest“ ist reserviert. „Es gibt wesentlich mehr Interessenten als Parzellen“, freut sich Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Ostseewohnpark GmbH, die als Tochterfirma der stadteigenen Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft mbH (Wig) die einzelnen Baufelder vermarktet. „Unsere Wartelisten sind mindestens nochmal so lang.“ Aktuell werde an der Erschließung des Baufeldes fünf gearbeitet, so Gutzmer – wenn denn gearbeitet werden kann: „Die Witterung macht es uns schon schwer – es steht viel Wasser auf dem Feld, die Kanäle sind voll.“ Das Gelände sei deshalb zeitweise nicht befahrbar gewesen, der Zugang zu den Grundstücken war erheblich eingeschränkt: „Der Boden ist schon extrem aufgeweicht.“

Mit Blick auf einen möglichen Kita-Neubau sucht die Stadt Bad Doberan jetzt das Gespräch mit dem Amt Bad Doberan-Land.

250 neue Grundstücke

entstehen aktuell auf dem erweiterten Kammerhof in

Bad Doberan.

Die ersten

Häuslebauer starteten hier Ende 2016 – im Jahr 2020 soll das Wohngebiet fertig sein.

Insgesamt rund

4,4 Millionen Euro hat die

Ostseewohnpark GmbH in die

Erweiterung des

Kammerhofes investiert.

Dennoch gehe er davon aus, dass die Erschließungsarbeiten hier zu Beginn des Sommers erledigt sind, blickt Gutzmer voraus: „Im Anschluss daran folgen die Baufelder acht, sechs und neun.“ Aktuell habe es gerade die entsprechenden Ausschreibungen gegeben: „Auf Baufeld acht mit insgesamt 26 Grundstücken soll die Erschließung in diesem Frühjahr starten.“

Trotz wetterbedingter Verzögerungen – Konflikte mit Firmen und Bauherren würden sich noch in Grenzen halten, macht Arno Gutzmer deutlich: „Wir haben entsprechende Fristen vereinbart – im Großen und Ganzen liegen wir im Plan.“

Immerhin: Dank des milden Herbstes seien die Landschaftsbauarbeiten im ersten Abschnitt (Baufelder eins bis drei) gut vorangekommen, informiert der Wig- Chef: „Die Geh- und Radwege werden gut angenommen, dazu wurden hier bereits Spielgeräte und Bänke aufgestellt.“ Zudem seien die Baufelder vier und sechs im Spätsommer 2017 an die Grundstückskäufer übergeben worden – „in der Folge haben viele Bauherren sehr schnell die ersten Häuser hochgezogen“.

Ein Grundstück im erweiterten Kammerhof bleibt unterdessen noch unberührt. „Ursprünglich haben wir hier Grund und Boden für eine neue Kita reserviert“, erklärt Doberans Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla. „Und auch, wenn der Landkreis im Bedarfsplan für unsere Stadt keinen Neubau vorsieht – für das Amt Bad Doberan-Land sieht das schon anders aus.“ Deshalb müsse man sich jetzt zusammensetzen und Begehrlichkeiten der umliegenden Dörfer prüfen, so Kukla: „Möglicherweise können wir da ja einspringen.“

In jedem Fall soll das freie Grundstück nicht anderweitig veräußert werden, stellt Kukla klar: „Wenn man sich etwa die Entwicklung an den Schulen anguckt, könnten wir auch hier demnächst neue Räumlichkeiten gebrauchen – es wäre sträflich, das nicht im Hinterkopf zu haben.“

Lennart Plottke

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