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Wosssidlos Notizzettel jetzt digital verfügbar

Stadtmitte Wosssidlos Notizzettel jetzt digital verfügbar

Mit einem Knopfdruck wurde WossiDiA, das digitale Wossidlo-Archiv, jetzt freigeschaltet und ist rund um die Welt von Wissenschaftlern und Laien nutzbar.

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Christoph Schmitt, Leiter des Wossidloarchivs, macht mit Aufbau und Arbeitsweise des WossiDiA vertraut.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Stadtmitte. Mit einem Knopfdruck wurde WossiDiA, das digitale Wossidlo-Archiv, jetzt freigeschaltet und ist rund um die Welt von Wissenschaftlern und Laien nutzbar.

Es war ein großes Ereignis für die Philosophische Fakultät der Universität. Der mecklenburgische Volkskundler Richard Wossidlo, vor 75 Jahren gestorben, wäre sicher stolz gewesen über das, was mit seinem Nachlass, der Sammlung von 2,3 Millionen Notizzetteln, Tagebüchern und Korrespondenzen, geschah.

Die Software zu schaffen, war für das Institut für Informatik eine Herausforderung. Holger Meyer, Alf-Christian Schering und Stefanie Janssen haben Anteil, dass die verknüpften Daten in 80 Millisekunden um die Welt gehen. Das „Rostocker Modell“ zur Sicherung der Langzeitarchivierung sieht die Einbeziehung der Bibliotheken vor. Sigrid Schmidt, Mitglied der Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs und in der Südstadtbibliothek tätig, saß mit am Computer, um die eingescannten Belege zu digitalisieren. „Ich freue mich, dass die Arbeit mit vielen Helfern so gut gelungen ist“, bedankte sich Christoph Schmitt, der Leiter des Instituts für Volkskunde.

Neun wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte waren in der Erfassung der Wossidlo-Texte tätig. „Es war eine Herausforderung für alle. Wir mussten mit dem Wörterbuch Wossidlos Notizen lesen“, sagt Reinhard Kerb. Zu den ehrenamtlichen Helfern gehörte Werner Brinckmann, der 1200 Stunden beim Digitalisieren zubrachte. „Der Start war ein freudiges Ereignis“, sagte er. Sylvia Rüting, Sigrid Schmidt und Waltraud Sahn sahen es auch so.

Für Ingrid Körner, Urenkelin eines Gewährsmannes von Wossidlo, wurde die Arbeit zum besonderen Ereignis. Sie forscht weiter nach Spuren von Friedrich Tessin, der als Forstarbeiter in Gresenhorst lebte. Seine an Wossidlo gesandten Texte hat sie auf CD gesprochen. Die Arbeit an WossiDiA geht weiter, soll doch Wossidlos volkskundliche Sammlung als Web-Applikation zur Verfügung gestellt werden.

 



Jürgen Falkenberg

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