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Wurstkorb oder Kreuzfahrt? Für Rotarier entscheidet das Los

Vermischtes Wurstkorb oder Kreuzfahrt? Für Rotarier entscheidet das Los

Die Rostocker Rotary-Clubs feierten ihren jährlichen Benefiz-Winterball. 5500 Euro wurden gespendet. Von dem Geld profitiert ein Obdachlosenprojekt.

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Isolde und Ulf Hansen (v. l.) sowie Andrea Stamm und Tobias Grohmann tanzen auf dem Benefiz-Winterball der Rotary-Clubs im Steigenberger Hotel Sonne.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl, Karolin Hebben (3)

Stadtmitte — „Ihr müsst heute Abend euer Portemonnaie öffnen“, kündigt Rene Geschke , Rotary-Mitglied und Moderator, an. 129 Gäste aus ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich am Sonnabend in Rostock getroffen, um beim Benefiz-Winterball der Rostocker Rotary-Clubs für Obdachlose zu sammeln. „Jedem Mecklenburger geht das Herz auf und manchmal auch der Geldbeutel, wenn von Rostock die Rede ist“ — hat Fritz Reuter mal gesagt. Auch an diesem Abend traf das zu.

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Isolde und Ulf Hansen (v. l.) sowie Andrea Stamm und Tobias Grohmann tanzen auf dem Benefiz-Winterball der Rotary-Clubs im Steigenberger Hotel Sonne.

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Ausflug in die Vergangenheit: „Der Boden im Saal wurde in der gleichen Werft wie die Titanic gebaut“, sagt Carsten Jaeckel , Direktor des Steigenberger Hotels Sonne, Ort der Veranstaltung. Wie viele der Gäste wussten wohl, dass ihr Discofox auf dem Parkett zu Jacqueline Boulangers Interpretation von Abbas „Gimme a man after midnight“ ein ganz besonderer war? „Wir werden aber nicht untergehen“, ist sich Anke Geschke (43) sicher.

Nebenan planen Dieter Osterthun vom Portola-Restaurant und Schuhhaus-Geschäftsführer Michael Höppner ihren nächsten Coup. Tatort: Marterias Konzert am 13. Juni im Iga-Park. „Wir werden im Background tanzen“, kündigt Höppner an. Osterthun zeigt sich von der Idee begeistert. Geplant wird auch bei Manja Rohde und Katrin Schnell . Zu „Villa Sonnenschein“ ins Hamburger Theater „Schmidts Tivoli“ wird Schnell von Rohde eingeladen. Letztere ist bei der Aida beschäftigt — Ist sie deshalb fast als Einzige auf den Hauptpreis der Benefiz-Tombola, eine Kreuzfahrt mit Arosa, nicht scharf? „Ich möchte die Kaffeemaschine“, sagt sie. Bescheiden ist auch Notarin Petra Klopsch (43), die findet: „Mir ist das egal — Hauptsache ist, man gewinnt irgendetwas.“ Ein anderer weiß aber genau, was er will. Und das ist ebenfalls nicht die See. „Ich will den Wurstkorb“, sagt Manuel Fuß

(31). Er führt es weiter aus: „Fleisch! Keinerlei Schnickschnack.“ Der Webdesigner ist die Begleitung seiner Freundin Marie Hoops (25), die wiederum ihre Eltern zum Ball begleitet.

Das Paar hat sich auf dem Jakobsweg kennengelernt und Fuß nennt Henning Hoops (67) bereits seinen Schwiegervater.

Tom Lange (24) und Stefanie Klein (22) sind die Jüngsten auf dem Ball. Das Paar vertritt Rotaract, die Jugendorganisation von Rotary. Lange ist Präsident und schaut sich den Abend genau an. „Ich muss in diesem Saal für Juni auch einen Ball planen“, sagt er. Er sollte nicht vergessen, Christian Schliemann , Präsident des Rotary-Clubs Rostock, einzuladen. Der ist eine Stimmungskanone: Der Erste auf der Tanzfläche und sich nicht zu schade zum Abrocken — da ist Spaß garantiert.

Sie sind zu Gast, um sich für die Spenden zu bedanken, und werden wieder beschenkt: Cornelia Kaiser (39) und Anne Purschke (37) leiten das Pflegeheim Wohnoase und haben für die Tombola-Lose gespart. Sie kaufen gleich 20 Stück, um ihre Dankbarkeit zu zeigen. Das Ergebnis: Sie gewinnen die Kreuzfahrt. Insgesamt 5500 Euro wurden gespendet, Obdachlose profitieren.

ROS TALK
Karolin Hebben

berichtet aus Rostocks
Szene. ☎ 365410
rostalk@ostsee-zeitung.de

 



OZ

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