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Zahl der Konfliktberatungen sinkt

Rostock Zahl der Konfliktberatungen sinkt

Weniger Rostocker denken über eine Abtreibung nach. Das Kerngeschäft der sechs Beratungsstellen in der Hansestadt bleibt die Schwangerenberatung.

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Auch im Internet bieten die Träger Informationen für werdende Eltern an. Häufiger helfe jedoch das persönliche Gespräch. Diese herkömmliche Schwangerenberatung wird häufig von Rostockern genutzt. Die Zahl der Konfliktberatungen hat hingegen abgenommen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Wenn eine werdende Mutter über eine Abtreibung nachdenkt, ist sie laut deutschem Recht verpflichtet, eine Konfliktberatung aufzusuchen. Denn nur mit einem Beratungsschein einer staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstelle und einer anschließenden Wartefrist von drei Tagen dürfte sie diesen Weg gehen.

746 Konfliktberatungen gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) 2015 in Rostock. Die größte Gruppe, die sich beraten ließ, hatte ein Alter von 25 bis 29 Jahren (25,9 Prozent), gefolgt von den 30- bis 34-Jährigen (23,7 Prozent), 21 bis 24 Jahre (17,6 Prozent) und der Gruppe 35 bis 39 Jahre (17,3 Prozent). Am wenigsten genutzt wird die Konfliktberatung von den unter 14-Jährigen (0,5 Prozent) und den über 45-Jährigen (1,1 Prozent). Auch die Gruppe von 15 bis 17 Jahre (2,7 Prozent) und die 40- bis 44-Jährigen (5,5 Prozent) benötigen diese selten.

„Das Kerngeschäft ist und bleibt zum Glück die normale Schwangerenberatung“, sagt Miriam Scharnweber von der Diakonie in Rostock. 2015 ließen sich in der Hansestadt 1423 Schwangere in einer von sechs Anlaufstellen verschiedener Träger beraten. Der Bedarf für eine Konfliktberatung sei in der Beratungsstelle von Miriam Scharnweber hingegen gesunken – um etwa 15 Prozent. Wie viele Frauen und Paare sich nach der Beratung für eine Abtreibung entscheiden, ist unklar. „Die Beratungsstellen erhalten dazu keine Rückinformation, denn die Entscheidung bleibt allein bei der Frau“, informiert das Lagus.

Johanna Hegermann

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