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Zoo bekommt Polarforschungsschiff

Rostock Zoo bekommt Polarforschungsschiff

Vor dem Polarium entsteht ein Abenteuerspielplatz. Hauptattraktion wird der Nachbau der berühmten „Fram“. Möglich macht das Ganze ein neuer Goldpartner des Zoos.

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Zoochef Udo Nagel (l.) und ScanHaus-Marlow-Inhaber Friedemann Kunz freuen sich auf den neuen Entdeckerspielplatz.

Quelle: André Wornowski

Rostock. Der Rostocker Zoo erhält eine neue Attraktion: Im Mai 2018 soll vor dem Polarium ein Entdeckerspielplatz eröffnet werden. Das teilte Zoodirektor Udo Nagel am Montag mit. Höhepunkt der Anlage soll der Nachbau des berühmten Forschungsschiffes „Fram“ sein. Der Zoologe und Polarforscher Fridtjof Nansen lies sich Ende des 19. Jahrhunderts bewusst damit im Packeis einschließen, um zum Nordpol zu gelangen. Der Norweger gilt als einer der ersten Menschen, die Robben und Eisbären in freier Natur erlebt haben.

Auch Iglu und Eskimofotostation sind geplant

Auf dem neuen Abenteuerspielplatz im Rostocker Zoo sollen die Kinder nun auch eine Nordpolreise unternehmen können und dabei einiges lernen. Im Umfeld des Schiffes entstehen viele polartypische Erlebnispunkte, ein Iglu und eine Eskimofotostation. Auf dem Schiff selbst gibt es eine Hörstation, an der Mädchen und Jungen mit eigener Kraft den Strom erzeugen können. Es folgen spannende Geschichten. Unter anderem darüber, wie die „Fram“ im Eis eingefroren ist und die Forscher schließlich mit einem Hundeschlitten aufbrachen, um den Nordpol doch noch zu erreichen.

Über eine Seilleiter können die Kinder zudem auf den Dreimaster gelangen. Ein fester Steg ermöglicht den Wechsel zwischen Bug und Heck. Platz zum Ausruhen bieten die Lümmelnetze, die wie Hängematten genutzt werden können. Der Mittelteil des Schiffes verfügt über eine Zeltabdeckung und Sitzmöglichkeiten. Applikationen eines Rettungsbootes und des Ankers vervollständigen das Bild.

Kommt das Schiff in Seenot, kann es ganz schnell über eine Rutsche verlassen werden. Natürlich gibt es ein bewegliches Steuerrad und Fernrohre, um die Umgebung zu beobachten und nach Eisbären Ausschau zu halten.

ScanHaus Marlow finanziert Projekt

Finanziert werden kann das Vorhaben dank des neuen Goldpartners ScanHaus Marlow. „Der Zoo Rostock freut sich sehr, dass künftig eines der erfolgreichsten Unternehmen des Landes zu den Förderern des Zoos gehört“, sagt Nagel. Die Partnerschaft ist auf drei Jahre mit Option auf Verlängerung festgeschrieben; pro Jahren fließen 25 000 Euro. Gebaut wird der Spielplatz von der Firma Spielart im thüringischen Laucha.

„Der Rostocker Zoo mit dem Darwineum ist eine der herausragenden Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern“, betont der Inhaber von ScanHaus Marlow, Friedemann Kunz. „Unser Interesse galt einem nachhaltigen Projekt, das den Forscher- und Entdeckergeist der Jüngsten weckt. Wir sind schon sehr gespannt, wie unser Abenteuerspielplatz beim Nachwuchs ankommen wird.“

André Wornowski

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