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Rostock Zu teuer: Neuer Stadtteil vor dem Aus
Mecklenburg Rostock Zu teuer: Neuer Stadtteil vor dem Aus
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06:22 05.12.2017
Die grünen Wiesen im Rostocker Süden bleiben (vorerst) erhalten: Die Hansestadt hat sich von den Plänen für Groß Biestow verabschiedet. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Die Planungen für den neuen Stadtteil Groß Biestow stehen vor dem endgültigen Aus – aus Kostengründen: „Wir setzen jetzt neue Prioritäten, werden trotzdem genügen neuen Wohnraum in den kommenden Jahren schaffen können“, sagt Matthias Horn, Referent für Stadtentwicklung im Büro von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Groß Biestow würde jedenfalls zu teuer werden: „Wenn wir unsere ersten Pläne umsetzen, müssten wir mindestens 50 Millionen Euro in die Hand nehmen“, sagt Horn.

Preistreiber seien vor allem die Landbesitzer: Sie würden bis zu 200 Euro pro Quadratmeter verlangen. „Damit wird das Bauland für Familien unerschwinglich.“ Die Stadtplanung nehme nun andere Areal in den Fokus – den Groten Pohl und den Bereich Pulverturm in der Südstadt, aber auch Marienehe und Flächen rund um den Stadthafen. „Die gehören bereits uns“, so Horn.

Außerdem: Die großen Vermieter hätten der Stadt für Groß Biestow eine Abfuhr erteilt. Weder die Wiro noch die Genossenschaften seien von dem Plan, Hochhäuser und große Wohnblöcke am Stadtrand zu bauen, angetan. „Solche Viertel werden in 20 Jahren für eine Stadt zum Problem. Das zeigen viele Beispiele auch aus den alten Bundesländern“, sagt Horn.

Würde die Stadt in Groß Biestow allein auf Einfamilienhäuser setzen, hätte das wiederum verkehrliche Probleme zur Folge: „Eine neue Straßenbahnlinie lohnt sich dann nicht, weil es nicht genügend Fahrgäste gibt. Die Menschen müssten auf das Auto ausweichen.“

Andreas Meyer

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