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Rostock Zufahrt zur Hähnchenmastanlage ein Streitpunkt
Mecklenburg Rostock Zufahrt zur Hähnchenmastanlage ein Streitpunkt
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00:00 13.09.2013

Der Weg ist das Ziel: Die Zufahrt zu der geplanten Hähnchenmastanlage spielt eine bedeutende Rolle im Genehmigungsverfahren der Anlage. Aus diesem Grunde sind die Gegner der Anlage darauf aus, das juristische Gutachten über den Vertragsentwurf so lange wie nur möglich herauszuzögern und damit auch einen möglichen Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Investor in weite Ferne zu rücken. Die Mehrheit der Broderstorfer Gemeindevertreter will aber jetzt, dass man einen Schritt vorankommt.

Zwei Gemeinden am Weg: Die Strecke von Öftenhäven nach Klein Kussewitz zieht sich einerseits durch das Gebiet der Gemeinde Broderstorf, andererseits auch über die Flächen der Nachbarkommune Klein Kussewitz. Der Broderstorfer Anteil an der Strecke beträgt etwa 700 Meter, der größere Teil gehört zu Klein Kussewitz. Die Klein Kussewitzer haben sich gegen den Bau der Hähnchenmastanlage ausgesprochen und auch den Vorschlag von Investor Jan Hinrich Kühl zur Straßenunterhaltung abgelehnt.

Welcher Weg für Broderstorf richtig ist, kann niemand sagen. Lehnt die Gemeinde das Angebot ab oder nimmt sie keine Verhandlungen auf, ist es möglich, dass der Investor von der Gemeinde Straßen fordern kann, die für seinen Betrieb angemessen sind. Gleichzeitig kann es schon für die Genehmigung der Anlage ausreichen wenn er — wie geschehen — seine Beteiligung an der Straßenunterhaltung bekundet. Nimmt die Gemeinde nicht an, kann sie für die Straßenkosten allein herangezogen werden.

OZ

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