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Rostock Zwei Männer machen aus zwei Städten Schwestern
Mecklenburg Rostock Zwei Männer machen aus zwei Städten Schwestern
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12:35 24.03.2014

Jedes weitere Treffen nutzten der Physiker aus dem amerikanischen Raleigh Soltmann ist gebürtiger Mecklenburger und lebt seit 1974 in den Staaten und der Ingenieurwissenschaftler der Universität Rostock nicht nur zur Intensivierung ihres persönlichen Kontaktes.

So unterschrieben beispielsweise die Verantwortlichen der Universitäten in der Hansestadt und in der Hauptstadt von North Carolina 1995 eine Kooperationsvereinbarung. Und heute wird Soltmann Oberbürgermeister Arno Pöker eine vom Bürgermeister Raleighs unterzeichnete Urkunde zur Unterschrift vorlegen, die beide Städte offiziell zu Schwestern macht.

„Bei uns kümmert sich eine gemeinnützige Organisation namens Sister Cities Association um Städtepartnerschaften“, erzählt Soltmann. Alles werde per Ehrenamt organisiert. „Etwas Ähnliches wollen wir für diese 13. Rostocker Städtepartnerschaft auf die Beine stellen“, macht Stoll mit einem Augenzwinkern deutlich, dass er und seine Mitstreiter den Vertrag mit Leben erfüllen wollen und werden.

Drei Säulen stellen sich die Initiatoren vor: Neben dem traditionellen Austausch von Schüler-, Kultur- und Sportgruppen sollen Unternehmen aufeinander zugehen. „Und die dritte Säule steht bereits“, freut sich Stoll. Gemeint ist die Wissenschaft. Seit Jahren gibt es zwischem dem Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock und der Universität und verschiedenen Hightech-Firmen in Raleigh viele gemeinsame Projekte. „Raleigh ist ein Eckpunkt in einem Dreieck von Universitätsstädten mit insgesamt 75 000 Studenten“, erzählt Soltmann von der Spezifik seiner Heimat, die gerade diese amerikanische Stadt für Rostock so attraktiv macht. Doch damit nicht genug. In diesem Dreieck befindet sich der größte Forschungspark der Welt mit etwa 50 000 Beschäftigten. „Er ist der Mittelpunkt weltweiter bio- und medizintechnologischer Forschung“, ergänzt Stoll. Gerade auf diesem Gebiet wollen sich Wissenschaft und Wirtschaft in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern profilieren. „Wir können mit der Partnerschaft eine Brücke zum Baltikum und nach Osteuropa bauen. Das ist von Raleigh aus sehr schwer“, sieht Soltmann Perspektiven für die 250 000-Einwohner-Stadt.

Beiden Männern ist klar, dass sie bei der Finanzierung der geplanten Projekte nicht auf große Unterstützung durch die Politik hoffen können. Sie bauen auf die Hilfe der Menschen in beiden Städten, beispielsweise wenn es darum geht, Unterkunft für Gäste zu organisieren. Doch trotzdem sind beide froh, dass sich ihr zähes Ringen um die Städtepartnerschaft gelohnt hat. Die wird übrigens nicht ganz ohne das runde Leder funktionieren. In Raleigh gibt es den größten Fußballverein der USA. Er zählt 12 000 aktive Mitglieder.



ANJA NEUTZLING

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