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Rostock Zwei brutale Angriffe auf Syrer in Rostock
Mecklenburg Rostock Zwei brutale Angriffe auf Syrer in Rostock
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17:29 11.07.2018
Ein Warndisplay mit der Spiegelschrift „Polizei“ (Symbolbild). Ein junger Syrer ist in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) wieder Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Quelle: Armin Weigel
Rostock

Ein junger Syrer ist in Rostock wieder Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Laut Polizei attackierten Unbekannte den 21-Jährigen in der Nacht zu Mittwoch in einem S-Bahn-Tunnel. Sie schlugen ihm ins Gesicht, stachen ihm ein Messer in die Lunge - und verletzten ihn so schwer. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Syrer mit Elektroschocker verletzt

Es ist der zweite brutale Übergriff binnen weniger Tage in der Hansestadt. Erst am vergangenen Sonnabend ist ein 22-jähriger Syrer in einer Straßenbahn mit einem Elektroschock-Gerät verletzt worden. Als zwei Männer in die Bahn der Linie 1 stiegen, kam es zum Streit. Einer der Männer habe ein Elektroschock-Gerät gezückt, es dem 22-jährigen Syrer an den Hinterkopf gehalten und ausgelöst. Die Täter flohen. Der 22-Jährige habe angegeben, dass die Verdächtigen Russen gewesen seien, teilte die Polizei mit. Ob ein fremdenfeindliches Motiv vorliege, war noch nicht klar.

Mann hetzt Hund auf Syrer

Im neuen Fall scheint die Lage hingegen eindeutig. Die unbekannten Tatverdächigen, zwei Männer und eine Frau, riefen ausländerfeindliche Parolen, wie die Rostocker Polizei mitteilt. Der verletzte Syrer, der nicht in Lebensgefahr schwebe, habe das Trio deshalb zur Rede stellen wollen. Einer der Verdächtigen habe zunächst auf ihn eingeschlagen, dann ein Messer gezogen und ihm in die linke Hüfte und Achsel gestochen. Dabei verletzte er den 21-Jährigen den Angaben zufolge im Thorax- und Lungenbereich. Auch der zweite Mann habe auf den jungen Mann eingeschlagen und soll zudem seinen Hund auf ihn gehetzt haben. Anschließend flüchteten die beiden Verdächtigen und die Frau, hieß es weiter.

Staatsschutz ermittelt

Nun ermittelt der Staatsschutz und sucht Zeugen, die Hinweise zu den Tatverdächtigen geben können. Die Männer wurden als 35 bis 40 Jahre sowie 22 bis 28 Jahre alt beschrieben, die Frau als zwischen 25 und 30 Jahren mit korpulenter Figur.

kst/RND/dpa