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Rostock Zweiter brutaler Angriff auf einen Syrer in Rostock
Mecklenburg Rostock Zweiter brutaler Angriff auf einen Syrer in Rostock
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00:01 12.07.2018
Lütten Klein

Wieder ist ein junger Syrer in Rostock Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Laut Polizei attackierten Unbekannte den 21-Jährigen in der Nacht zu Mittwoch im S-Bahn- Tunnel zwischen Groß Klein und Lütten Klein. Sie schlugen ihm ins Gesicht, stachen ihm ein Messer in die Lunge – und verletzten ihn so schwer. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Mit diesem Foto von zwei der drei mutmaßlichen Täter hatte die Polizei gestern gefahndet.

Es ist der zweite brulate Übergriff binnen weniger Tage in der Hansestadt. Erst am vergangenen Sonnabend wurde ein 22-jähriger Syrer in einer Straßenbahn mit einem Elektroschock-Gerät verletzt. Als zwei Männer in die Bahn der Linie 1 stiegen, kam es zum Streit. Einer der Männer habe ein Elektroschock-Gerät gezückt, es dem 22-jährigen Syrer an den Hinterkopf gehalten und ausgelöst. Die Täter flohen. Der 22-Jährige habe angegeben, dass die Verdächtigen Russen gewesen seien, teilte die Polizei mit. Ob ein fremdenfeindliches Motiv vorliege, war noch nicht klar.

Im neuen Fall scheint die Lage hingegen eindeutig. Die Tatverdächigen, zwei Männer und eine Frau, riefen ausländerfeindliche Parolen, wie die Rostocker Polizei mitteilt. Der später verletzte Syrer habe das Trio deshalb zur Rede stellen wollen. Einer der Verdächtigen habe zunächst auf ihn eingeschlagen, dann ein Messer gezogen und ihm in die linke Hüfte und Achsel gestochen. Dabei verletzte er den 21-Jährigen den Angaben zufolge im Thorax- und Lungenbereich. Auch der zweite Mann habe auf den jungen Mann eingeschlagen und soll zudem seinen Hund auf ihn gehetzt haben. Der Hund des Trios soll ein American Staffordshire Terrier sein. Anschließend flüchteten die beiden Verdächtigen und die Frau in den Iga-Park, hieß es weiter.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übenommen und Zeugen gebeten, Hinweise zu den Tatverdächtigen zu geben. Die Männer wurden als 35 bis 40 Jahre sowie 22 bis 28 Jahre alt beschrieben, die Frau als zwischen 25 und 30 Jahren mit korpulenter Figur.

Überraschend meldeten sich gestern Abend zwei Männer auf dem Polizeirevier in Lichtenhagen und erklärten, dass es sich bei ihnen um die beiden gesuchten Tatverdächtigen handeln würde.

Die polizeilichen Maßnahmen und Ermittlungen zu den beiden Personen dauern an. Die Beamten hatten am Tatort umfangreiche Spuren gesichert. Die Polizei bedankte sich gestern Abend für die Unterstützung und die eingegangenen Informationen. Hinweise zum eigentlichen Tathergang würden weiterhin erbeten: telefonisch bei der Kriminalpolizei unter Telefon 0381 / 4916 16

16, bei der Internetwache www.polizei.mvnet.de oder bei jeder weiteren Polizeidienststelle.

OZ

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