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AfD-Mitglieder werfen Bürgerpartei-Gründer Radikalismus vor

Bergen/Schwerin AfD-Mitglieder werfen Bürgerpartei-Gründer Radikalismus vor

In einem Chat fordert der Rügener Ex-AfD-Politiker Bernhard Wildt zur Bewaffnung auf. Der Unternehmer aus Gager spricht von einem Scherz.

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Ex-AfD-Mitglied und Bürgerpartei-Gründer Bernhard Wildt sieht sich Vorwürfen seiner alten Partei ausgesetzt.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Bergen/Schwerin. Als Bernhard Wildt für die AfD im September 2016 in den Landtag zog, feierte seine Partei ihn als eloquenten Wirtschaftsexperten. Als der Unternehmer aus der Gemeinde Gager die MV-Fraktion der Alternative für Deutschland nach den Bundestagswahlen 2017 wieder verließ und mit den Bürgern für Mecklenburg-Vorpommern (BMV) eine neue Partei gründete, sprachen nicht wenige von Verrat. Der derzeitige Sprecher des AfD-Kreisverbandes Vorpommern-Rügen Joachim Langert (58) aus Sassnitz zum Beispiel (die OZ berichtete).

 

Aus Reihen der Rügener AfD kommen derzeit Vorwürfe, das ausgerechnet Bernhard Wildt zu Zeiten seiner Parteimitgliedschaft einen recht radikalen Ton gepflegt haben soll. Als Beleg wird dafür das Protokoll eines AfD-internen Chats (liegt der OZ vor) angeführt, in dem Wildt unter anderem äußert, das Berlin „wieder Reichshauptstadt“ werde. Im Zusammenhang mit einem Ausstausch über die zu jenem Zeitpunkt noch bevorstehende Bundestagswahl schrieb Wildt außerdem: „Wenn wir stärkste Fraktion werden und die Arschlöcher von den anderen Parteien doof gucken: dann ist alles gut. Noch besser, wenn wir regieren. Dann rate ich aber jedem von uns zur Bewaffnung.“

Bernhard Wildt, der seinen Austritt aus der AfD in einem OZ-Interview im Oktober 2017 unter anderem auch damit begründet hatte, dass ihn die Radikalisierung der Partei abgeschreckt habe, nennt den geschriebenen Dialog ein „Dahergerede in einem Stammtisch-Chat“. „Das ist doch nicht ernst zu nehmen“, sagt Wildt. „Und wenn ich von Bewaffnung schrieb, galt das nicht im Sinne von körperlicher Gewalt, sondern hatte mit dem Unfrieden zu tun, der durch einen Wahlerfolg gestiftet würde.“ Auch die Sache mit der Reichshauptstadt sei ein Scherz gewesen. „Es ist ganz offensichtlich, dass ehemalige Parteimitglieder mir etwas anhängen wollen, das absolut nicht gerechtfertigt ist“, sagt der Landespolitiker weiter. „Offenbar hat man bei der AfD Angst davor, die BMV könnten dieser Partei Wählerstimmen wegnehmen.“

Berndt Jens-Uwe

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