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Kindesmissbrauch: Angeklagter verletzt sich im Gefängnis

Schwerin Kindesmissbrauch: Angeklagter verletzt sich im Gefängnis

Selbstmord-Versuch? Ex-Chef von „Power for Kids“ schnitt sich im Gefängnis mit einer Schere – einen Tag vor Beginn eines neuen Gerichtsprozesses.

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Die Justizvollzugsanstalt Waldeck bei Rostock. Hier hat sich Peter B. selbst verletzt. Am Dienstag beginnt der zweite Gerichtsprozess gegen ihn wegen  Kindesmissbrauchs.

Quelle: Bernd Wüstneck

Schwerin. Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in mehreren Fällen wird Peter B. (43) aus Schwerin vorgeworfen. Beinahe wäre die am Dienstag beginnende Gerichtsverhandlung geplatzt. Denn B. hat am Montag womöglich versucht, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen, zumindest aber, sich zu verletzten. Als Chef des Vereins „Power for Kids“ machte er Schlagzeilen, ist wegen Vergewaltigung und mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt, die ihm in einem Jugendtreff anvertraut waren.

B. soll in der Justizvollzugsanstalt Waldeck bei Rostock versucht haben, sich die Pulsadern aufzuschneiden. So schilderte es ein anonymer Informant gegenüber der OZ. Konkret wurde er nicht. Das Justizministerium bestätigt „einen Vorfall“ in der JVA Waldeck. B. habe sich kurz vor einer Haftraum-Kontrolle mit einer Nagelschere „geritzt“, sagt Ministeriumssprecher Tilo Stolpe. „Die Art der Ritzungen gibt allerdings keinen Hinweis auf suizidale Absichten.“ Peter B. sei nach einer medizinischer Untersuchung verhandlungsfähig. Von einem Besuch B.s „im Haftkrankenhaus“ berichtete auch Peter Baalcke, Sprecher des Landgerichts Schwerin. Auch er geht  davon aus, dass der zweite Prozess gegen den früheren Vereinschef wie geplant beginnen kann.

Peter B. wurde im Februar 2016 zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Gericht lastet ihm Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch in zehn Fällen, sexuellen Missbrauch in 32 Fällen sowie versuchten sexuellen Missbrauch in weiteren elf Fällen an. Ab Dienstag geht es um 31 weitere Straftaten an fünf Kindern. Opfer seien dem Verein „Power for Kids“ anvertraute Kinder gewesen. Das jüngste war sieben Jahre alt. Der Skandal flog 2015 auf. Der Jugendtreff wurde 2016 geschlossen.

Frank Pubantz

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