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Südwestmecklenburg Kommunen wollen von Windparks profitieren
Mecklenburg Südwestmecklenburg Kommunen wollen von Windparks profitieren
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18:36 17.04.2013
Parchim

Städte und Dörfer sollen nach dem Willen der Kommunalpolitik auch direkt von der Ausweitung der Solar- und Windpark-Flächen profitieren. „Wir plädieren klar für Regelungen, nach denen neue Windparks zuerst dort genehmigt werden, wo auch eine regionale Teilhabe erfolgt“, sagte der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Rolf Christiansen (SPD) am Dienstag nach einem Treffen mit der Landesregierung in Parchim. Die Energiewende mit einer deutlich stärkeren Nutzung alternativer Quellen wie Sonne und Wind könne nur gelingen, wenn sie von der Bevölkerung akzeptiert werde. „Und das geht nicht, wenn nur Einzelne den Nutzen aus Windrädern ziehen und die Mehrzahl allein die negativen Auswirkungen zu spüren bekommt“, mahnte Christiansen rechtliche Regelungen an. Im Nordosten soll die für Windparks zugelassene Landfläche verdoppelt werden.

Das Kabinett hatte am Dienstag die turnusmäßige Sitzung nach Parchim verlegt und nach der Beratung noch zwei Stunden mit Kommunalpolitikern des Kreises debattiert. Neben den Kommunalfinanzen sei dabei die Energiewende ein bestimmendes Thema gewesen, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das Land fahre eine Doppelstrategie. „Wir wollen die großen Offshore-Windparks, weil vor den Küsten die großen Mengen Strom produziert werden können, die ein Industrieland wie Deutschland braucht. Und wir sind für dezentrale Konzepte, weil sie Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen schaffen“, erklärte Sellering. Auch er sprach sich für eine stärkere Bürgebeteiligung an Energieprojekten aus. Offen blieb aber, wann das Energieministerium die von Christiansen geforderten rechtlichen Änderungen einleitet.

dpa

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