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Streit um Hochwasserschutz an der Elbe

Schwerin/Dömitz Streit um Hochwasserschutz an der Elbe

Während Umweltminister Backhaus rund 35 Hektar Uferwald roden oder auslichten lassen will, fordern die Grünen, dem Fluss wieder mehr Raum zu geben.

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Unterschiedliche Auffassungen gibt es im Schweriner Landtag darüber, was die beste Vorsorge gegen Hochwasser – hier die Flut im Juni bei Dömitz – ist.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Schwerin. Trotz der vergleichsweise geringen Schäden in Mecklenburg-Vorpommern beim jüngsten Elbe-Hochwasser hält Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) weitere Schutzmaßnahmen im Land für dringend geboten. „Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, erspart uns zigfach höhere Kosten bei der Behebung späterer Schäden“, sagte Backhaus am Mittwoch im Schweriner Landtag. Seine Pläne, im Elbevorland 20 Hektar Wald roden und weitere 15 Hektar auslichten zu lassen, um den Abfluss des Hochwassers zu beschleunigen, stoßen bei den Grünen aber auf Widerstand.

„Das dauerhafte und kostenintensive Sägen in Auengehölzen, die nach EU-Naturschutzrecht geschützt sind, kann kein Instrument eines ökologisch orientierten Hochwasserschutzes sein“, erklärte die Grünen-Abgeordnete Jutta Gerkan. Die Kosten seien mit etwa einer Million Euro hoch, die Effekte aber minimal. Gerkan forderte, Flüssen wie der Elbe wieder mehr Raum zu geben. Flächen für den vorsorgenden Hochwasserschutz sollten von Kommunen und Land angekauft und von der ackerbaulichen Nutzung ausgeschlossen werden. „Es ist ein Unding, mit immer höheren Deichen Maisäcker zu schützen“, betonte Gerkan.

Das Sommer-Hochwasser der Elbe hatte in Sachsen und Sachsen-Anhalt Milliardenschäden angerichtet. Die Schäden in Mecklenburg-Vorpommern waren mit 7,7 Millionen Euro vergleichsweise gering geblieben.

Ein Antrag von SPD und CDU zur Fortsetzung der Hochwasserschutzprogramme wurde mit großer Mehrheit verabschiedet.

dpa

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