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Südwestmecklenburg Schwerin mit dreistelligem Millionenbetrag im Minus
Mecklenburg Südwestmecklenburg Schwerin mit dreistelligem Millionenbetrag im Minus
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15:30 16.04.2019
Der Schweriner Dom mit seinem 117,5 Meter hohen Turm: Der Schuldenberg der Landeshauptstadt ist weiter gewachsen. Quelle: Jens Büttner/dpa
Schwerin

Der Schuldenberg der Landeshauptstadt Schwerin ist weiter gewachsen. Die in den Vorjahren entstandenen Haushaltsdefizite summierten sich inzwischen auf rund 180 Millionen Euro, die über Kassenkredite finanziert werden müssten, teilte das Innenministerium am Dienstag in Schwerin mit.

Minister Lorenz Caffier (CDU) forderte Sparmaßnahmen: Zehn Millionen Euro sollen in den Jahren 2019 und 2020 eingespart werden. Die Stadt Schwerin plant den Angaben zufolge im Doppelhaushalt 2019/2020 erneut mit Defiziten. In diesem Jahr sollen sie bei 15,9 Millionen Euro liegen, nächstes Jahr bei 23,5 Millionen Euro.

Landeshauptstadt will für 140 Millionen Euro investieren

Die Landeshauptstadt will laut Ministerium für 140 Millionen Euro investieren. Dafür dürfe sie 45,6 Millionen Euro Investitionskredite aufnehmen. So sollen Schulen und Horte saniert und eine Berufsschule neu gebaut werden. Auch die Freiwillige Feuerwehr Mitte soll einen Neubau bekommen.

Eine Stadtsprecherin bestätigte, dass die Kassenkredite in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Vom Kreditrahmen in Höhe von 180 Millionen Euro würden aber nur 145 Millionen in Anspruch genommen. Kassenkredite sollen – ähnlich wie beim Dispo bei Privatleuten – vorübergehende Engpässe überbrücken.

Iris Leithold