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Südwestmecklenburg Schwerin schafft kostenfreies Wlan in Bussen und Straßenbahnen
Mecklenburg Südwestmecklenburg Schwerin schafft kostenfreies Wlan in Bussen und Straßenbahnen
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15:11 14.02.2019
Eine Frau nutzt mit ihrem Smartphone den Wlan-Zugang der Nahverkehr Schwerin GmbH. Quelle: Danny Gohlke/dpa
Schwerin

Als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern stattet Schwerin die Fahrzeugflotte des Nahverkehrs mit Wlan aus, das von den Fahrgästen für maximal eine Stunde am Tag kostenfrei genutzt werden kann. Zugang zum Internet bestehe künftig auch an den Haltestellen, so dass Wartezeiten dort überbrückt werden könnten, sagte Nahverkehrs-Geschäftsführer Wilfried Eisenberg am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts in Schwerin. Bis zum Sommer würden alle 40 Busse und 30 Straßenbahnen mit der notwendigen Technik ausgestattet.

Laut Eisenberg umfasst das Liniennetz der Busse etwa 170 und das der Straßenbahnen 17 Kilometer. Im Jahr zähle der städtische Nahverkehr rund 17 Millionen Fahrgäste. Die durchschnittliche Fahrdauer betrage zehn bis zwölf Minuten. Wer den Wlan-Anschluss länger als eine Stunde nutzen wolle, könne ein Tageskontingent für einen Euro buchen.

Stadtwerke als Muttergesellschaft und Partner

Die Stadtwerke als Muttergesellschaft und Partner des Vorhabens spielten beim Breitbandausbau eine tragende Rolle und das komme nun auch dem Nahverkehr zugute, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD). „Der Zugang zu den Datennetzen gehört zu einer modernen Infrastruktur. Das neue Angebot in Bussen und Bahnen ist ein großartiger Service.“ Davon profitierten Einheimische und Touristen.

Er gehe davon aus, dass die Passagiere den Wlan-Zugang vor allem dazu nutzen werden, um sich zu informieren, Kontakte zu pflegen oder sich unterhalten zu lassen. Schüler könnten die Fahrten aber auch nutzen, um sich auf den Unterricht vorzubereiten oder Hausaufgaben zu erledigen. „Das wäre so eine Wunschvorstellung“, sagte Badenschier.

Investitionskosten: Weniger als 100 000 Euro

Die Stadtwerke bieten nach Angaben von Geschäftsführer Josef Wolf mit ihrem Glasfasernetz die technische Basis für die Funkverbindungen zu den Fahrzeugen. Bis Ende des Jahres seien alle Knotenpunkte in der Stadt angeschlossen, für den Nahverkehr könnten auch die Tragseile der Oberleitungen als Träger genutzt werden.

Die Investitionen für die technische Ausstattung bezifferte Wolf auf „weniger als 100 000 Euro“. Der Stadtwerke-Chef kündigte an, dass Kunden mit Festnetzverträgen bei seinem Unternehmen das mobile Angebot in Bussen und Bahnen unbegrenzt kostenfrei nutzen können. Das schon jetzt frei nutzbare city.Wlan-Netz sei an 30 Standorten im Stadtgebiet verfügbar.

Frank Pfaff