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Südwestmecklenburg Streit beim Stadtfest: Mehrjährige Haftstrafe gefordert
Mecklenburg Südwestmecklenburg Streit beim Stadtfest: Mehrjährige Haftstrafe gefordert
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15:55 30.04.2018
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Quelle: Arne Dedert/archiv
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Schwerin

Im Prozess um einen blutigen Streit auf dem Altstadtfest in Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vor fünf Jahren hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten vier Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Sie sah es am Mittwoch am Landgericht Schwerin als erwiesen an, dass der heute 30-Jährige im Juni 2013 einen Jugendlichen und dessen Vater mit Messerstichen schwer verletzt hatte. Zuvor soll der Mann einem weiteren Jugendlichen einen Faustschlag versetzt haben. Grund des Streits war eine vermeintlich abfällige Bemerkung eines der Jugendlichen über die Kutte des Motorrad-Clubs, die der Angeklagte trug.

Der Verteidiger beantragte zwei Jahre Haft auf Bewährung. Der Mann hatte die Taten zum Teil gestanden. Den Einsatz des Messers stellte er als Notwehr dar. Nach Auffassung des Verteidigers hatten Vater und Sohn den Angeklagten gezielt gesucht und waren auf ihn losgegangen. Der Angeklagte trug eine Kutte des Motorrad-Clubs „Schwarze Schar“, der Ende 2013 vom Schweriner Innenministerium verboten wurde.  

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten außerdem vor, im März 2013 nach einem Auffahrunfall in Wismar den Fahrer des anderen Autos niedergeschlagen zu haben. 2014 wurde der Angeklagte wegen illegalen Drogenhandels zu zwei Jahren Haft verurteilt. Diese bislang nicht verbüßte Strafe soll laut Staatsanwaltschaft und Verteidigung in das Strafmaß einbezogen werden. Allerdings sollen sechs Monate als verbüßt gelten, da das Verfahren übermäßig lange dauerte. Das Urteil soll am 2. Mai verkündet werden.

dpa/mv

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