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TV-Löwe Ralf Dümmel hat Blut geleckt

Gallin TV-Löwe Ralf Dümmel hat Blut geleckt

Der Geschäftsmann erzählt im OZ-Gespräch über sein TV-Debüt und eine weitere Staffel.

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In der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ macht Ralf Dümmel Jagd auf Gründer und ihre lukrativen Produkte.

Quelle: Rieka Anscheit

Gallin. OSTSEE-ZEITUNG: Herr Dümmel, Sie und Ihre Firma waren bis vor Kurzem wohl den wenigsten ein Begriff. Durch „Die Höhle der Löwen“ wissen jetzt Millionen, wer Sie sind. Ralf Dümmel: Es war eigentlich nie unser Ziel, in die Öffentlichkeit zu gehen, weder als Firma noch ich als Person. Wir haben lange überlegt, ob wir das machen sollen.

OZ: Warum haben Sie ja gesagt? Dümmel: Wir leben von neuen Produkten. Die Sendung hilft uns, neue Leute mit tollen Ideen kennenzulernen. Mir macht es sehr viel Spaß, Gründern und Startups zu helfen. Natürlich ist das keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Ich als Kaufmann investiere Geld, mit dem Ziel am Ende um daraus einen Mehrwert zu erzielen.

OZ: Was bieten Sie dafür? Dümmel: Bei mir gibt’s mehr als nur Geld. Geld hilft zwar beim Einkaufen und als Working Kapital. Aber um zu wachsen, brauchst du Netzwerk, Erfahrung, um gewisse Fehler nicht zu machen. Ich biete bei Produkten das Rundum-Sorglos-Paket: Logistik, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Rechtsbeistand. So jemand hat in der Sendung bislang gefehlt.

OZ: Wie viel von dem, was Vox uns Zuschauern zeigt, ist echt? Dümmel: Da war ich sehr überrascht. Als ich den Vertrag unterschrieben habe, dachte ich, dass man vorher mal eine Bilanz oder ein Produkt zu sehen bekommt. Aber wir Löwen wissen nichts, solange bis die Studiotür aufgeht und der Gründer reinkommt. Es wird wirklich vom Sender darauf geachtet, dass sich Gründer und Investoren im Vorfeld nicht begegnen.

OZ: Aber Sie müssen doch nicht wirklich binnen weniger Minuten entscheiden, ob Sie Zehntausende Euro locker machen, oder? Dümmel: Durchschnittlich dauert so ein Pitch eineinhalb Stunden. Davon sehen Sie 15 bis 20 Minuten. Es wäre ja auch langweilig, wenn man immer die gleichen Standardfragen der Löwen zeigen würde.

OZ: Was muss ein Gründer mitbringen, um Sie zu überzeugen? Dümmel: Er muss brennen für sein Thema. Ich muss das Gefühl haben, dass er für sein Produkt alles tut. Er muss auf kritische Fragen eine Antwort haben und den Willen, für sein Unternehmen auch mal auf eine Stunde Freizeit zu verzichten. Oder anderthalb (lacht).

OZ: Welcher ist bis dato Ihr liebster Gründer? Dümmel: Da kann ich niemanden herausheben. Ich kann von Herzen sagen: Jeder Gründer hat mich individuell mit seiner Leistung und seiner Persönlichkeit überzeugt. Du baust mit ihnen schließlich etwas auf. Das ist wie eine Ehe. Wir sitzen in der Sendung eineinhalb Stunden zusammen und verloben uns. Und dann müssen wir ganz schnell heiraten. Ungewöhnlich. Natürlich ist es ein besonderer Moment, wenn sich einer wie Karl-Heinz Bilz (Erfinder der Abfluss-Fee, Anm.d.R.) an meiner Schulter ausweint. Da krieg ich Gänsehaut, auch dann, wenn ich das hinterher nochmal im Fernsehen sehe.

OZ: Nicht jeder Gründer kriegt den Deal. Gab es in Ihrer Karriere Rückschläge? Dümmel: Ich war bisher zum Glück oft auf der Siegerstraße unterwegs. Aber es wäre Quatsch, zu sagen, ich wäre nie hingefallen. Ich sage immer: kämpfen, kämpfen, kämpfen. Es gibt für alles eine Lösung. Man muss risikobereit sein, einen starken Willen haben und jeden Tag für seine Idee kämpfen.

OZ: Durch die Show taucht Ihr Name auch in Klatschspalten auf. Dümmel: Das ist für mich sehr ungewohnt. Ich hab’ mir mittlerweile angewöhnt, öffentlich nicht mehr über Privates zu reden. Ich versuche, mich auf die Sendung zu konzentrieren und bin glücklich, dass ich einigermaßen positiv bei allem wegkomme. Wenn man in so eine Show geht, weiß man schließlich nie, was da auf einen zukommt. Wer mag dich leiden, wer nicht?

OZ: Offenbar kommen Sie und ihre Mitlöwen beim Publikum gut an. Die Einschaltquoten sind top. Dümmel: Ja, der Erfolg ist schon ein bisschen unheimlich. An mir liegt’s nicht (lacht). Das Format ist einfach gut.

OZ: Schauen Sie sich die Sendung selbst auch an? Dümmel: Ja. Den Zusammenschnitt bekommen wir Löwen vor der Ausstrahlung nicht zu sehen. Deshalb ist jeder Dienstag für mich spannend.

OZ: Ihr TV-Debüt hat gut geklappt. Haben Sie Blut geleckt? Dümmel: (lacht) Ich kann Sie beruhigen: Ich werde zukünftig weder „Wetten, dass...“ moderieren noch die Tagesschau. Ich genieße es, im Fernsehen zu sein, aber ich konzentriere mich lieber weiterhin auf meine Firma. Aber ich denke über die vierte Staffel „Höhle der Löwen“ nach. Noch ist nichts entschieden. Wir werden uns die nächsten Wochen damit auseinander setzen.

OZ: Vielen Dank für das Gespräch.

Antje Bernstein

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