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Tierschützer demonstrieren bei „Aida“-Premiere

Schwerin Tierschützer demonstrieren bei „Aida“-Premiere

Der Protest gegen den Einsatz eines Elefanten und zweier Kamele bei der Verdi-Inszenierung bei den Schweriner Schlossfestspielen reißt nicht ab. Dennoch sind bei der ersten Aufführung die 1700 Plätze fast ausverkauft.

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Tierschützer demonstrierten am Rande des Alten Garten in Schwerin, auf dem am späten Freitag-Abend die Premiere der Oper „Aida“ stattfand gegen  den Einsatz der Elefantendame „Mala“ und zweier Kamele bei den Schlossfestspielen.

Quelle: Cornelius Kettler

Schwerin. Zwei Dutzend Tierschutzaktivisten haben am Freitagabend in Schwerin bei der Premiere von „Aida“ protestiert. Die Aktion am Rande des Alten Gartens wandte sich unter dem Motto „Schlossfestspiele ja, aber ohne Wildtiere“ gegen den  Einsatz der 32-jährigen Elefantendame „Mala“ und zweier Kamele bei der Open-Air-Inszenierung der Verdi-Oper. Die Demonstration endete pünktlich mit dem Beginn der Aufführung. Die 1700 Plätze waren nach Angaben des Theaters fast ausverkauft.

Im Vorfeld hatte die Rektorin der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Rostock, Susanne Winnacker, aus Kritik gegen den Einsatz von Mala ihre Karten zurückgegeben. „Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken finde ich für ein Theater ethisch nicht haltbar, das ist ein Skandal“, sagte Winnacker.

Opulente Inszenierung mit 200 Künstlern

Mehr als 200 Künstler stehen in der Inszenierung von Georg Rootering auf der Bühne oder sitzen im Orchestergraben. Fast 300 Kostüme wurden geschneidert. Das von Romaine Fauchère für die Oper über die äthiopische Prinzessin Aida geschaffene Bühnenbild nimmt den Grundriss ägyptischer Pyramiden auf.

Dem musikalischen Leiter Gregor Rot zufolge ist Verdis Choroper mit dem großen Triumphzug bestens geeignet für Freiluftaufführungen. Zugleich sei sie eine individuelle Oper mit sehr intimen Szenen und habe ein Alleinstellungsmerkmal durch die Darstellung orientalischen Milieus. Giuseppe Verdi (1813-1901) befasste sich für das 1871 in Kairo uraufgeführte Werk intensiv mit orientalischer Musik. Die Oper in vier Akten war ein Auftragswerk des ägyptischen Königshauses.

Entsprechend der Idee der Schlossfestspiele, Künstler aus der ganzen Welt nach Schwerin zu holen, sind diesmal Sänger unter anderem aus Südkorea, Kanada und Australien dabei. Bis zum 14. August stehen 23 Aufführungen auf dem Programm. Das Staatstheater hatte 2014 seine Verdi-Trilogie mit „Nabucco“ gestartet, 2015 folgte „La Traviata“.

OZ/dpa

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