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Südwestmecklenburg Unwetter drohen im Nordosten
Mecklenburg Südwestmecklenburg Unwetter drohen im Nordosten
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05:34 25.05.2016
Die roten Bereiche markieren drohende Unwetter im Nordosten. Quelle: wetter.net
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Zapel/Schwerin

Weitere Unwetter drohen am Dienstag im Nordosten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes entwickeln sich erneut starke Gewitter mit Gefahr von Hagel, Sturmböen und Starkregen.

In der Nacht zu Dienstag ist in Zapel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) der Blitz eingeschlagen. Am Dienstag sind Starkregen und Sturmböen vorhergesagt. In vielen anderen Regionen gab es bereits Schäden.

Bereits in der Nacht zu Dienstag hatte es in Mecklenburg-Vorpommern erste Unwetterschäden gegeben: Ein Blitz schlug in ein Reetdachhaus in Zapel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ein. Das Gebäude brannte vollständig nieder. 

Aquaplaning war offenbar die Ursache für einen Verkehrsunfall auf der Autobahn 24 zwischen Suckow und Parchim. Nach Angaben der Polizei verlor ein 64-Jähriger bei Starkregen die Kontrolle über seinen Pkw und schleuderte gegen die Leitplanke. Fahrer und Beifahrerin überstanden den Unfall unverletzt. Die Polizei appelliert an alle Kraftfahrer, bei aufkommendem Starkregen unbedingt die Geschwindigkeit zu reduzieren. 

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller

In der Nacht zu Dienstag hatte es in mehreren Bundesländern schwere Unwetter gegeben. Regenwasser überflutete Straßen, Gullydeckel wurden hochgedrückt, Keller liefen voll. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg liefen mehrere Häuser und Keller in der Unterstadt nahe der Elbe voll. An einer Baustelle drohte ein Bagger in die Baugrube zu stürzen. Dort hatten nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Lauenburg die Wassermassen eine provisorische Rohrleitung beschädigt. Auf der Autobahn 1 sank die Sichtweite auf unter zehn Meter.

In Hamburg fielen nach NDR-Informationen bis zu 30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Stunde. Auch aus Berlin und Brandenburg wurden zahlreiche Feuerwehreinsätze gemeldet.

Bahnlinie Dresden – Prag durch Erdrutsch blockiert

Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag wurde durch einen Erdrutsch blockiert. Ein Güterzug fuhr bei der Ortschaft Schmilka in das Hindernis hinein und entgleiste. Es wurde niemand verletzt. Im Fernverkehr fielen die Züge zwischen Dresden und Prag der Sprecherin zufolge aufgrund des Unfalls vorübergehend aus. Auch im Nahverkehr gab es Zugausfälle.

Die Tornadogefahr bleibe in den Tagen bis Ende Mai weiterhin deutlich erhöht, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. „So ein kleinräumiger Wirbelsturm kann sich jederzeit und überall bilden, besonders bei heftigen Schauern und Gewittern.“ Aus dem nordrhein-westfälischen Minden wurde eine solche Windhose gemeldet.

Tipps zum richtigen Verhalten bei Gewitter

Während eines Gewitters sollte man nicht duschen und nicht baden. Das rät der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Zur Sicherheit sollte man alle elektrischen Geräte vom Strom nehmen oder einen Überspannungsschutz verwenden. Handys und schnurlose Telefone lassen sich aber gefahrlos benutzen.

Außerdem raten die Experten: Fenster, Roll- und Fensterläden schließen und sich von ungeschützten Öffnungen fernhalten. Wichtig ist, den Kontakt zu allen metallenen Leitungen zu vermeiden, die ins Haus führen - etwa die Telefonleitung, das Antennenkabel, die Fernwärmeversorgung sowie Wasser-, Gas- und Stromleitungen.

Hört man Donner, ist ein Gewitter weniger als zehn Kilometer entfernt. Und ein Gewitter ist erst vorbei, wenn man 30 Minuten lang keinen Donner hört. (dpa)

OZ/dpa

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