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Wolfswelpe Naya trägt Peilsender durch Lübtheener Heide

Lübtheen Wolfswelpe Naya trägt Peilsender durch Lübtheener Heide

Das etwa sechs Monate alte Weibchen soll wichtige Daten für das Wolfsmonitoring in MV liefern. Indes streiten Landwirte und Umweltschützer um eine Populations-Obergrenze für Wölfe.

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Mit Peilsendern sind Forscher und Naturschützer Wölfen auf der Spur.

Quelle: Arno Burgi/dpa

Lübtheen. Mit Nayas Hilfe sind Forscher und Naturschützer den Wölfen in der Lübtheener Heide auf der Spur: Das junge Weibchen trägt seit kurzem einen Peilsender durch ihr Revier. Damit ist sie schon die zweite in ihrem Rudel, der ein solches Halsband angelegt worden konnte. Vor einem Jahr war Artgenosse Arno mit einem GPS-Sender ausgestattet worden. „Das ist ein toller Erfolg für alle Beteiligten, denn nur auf diesem Wege können wir das Wanderverhalten und die Gewohnheiten der Tiere verfolgen, um daraus nützliche Erkenntnisse für den weiteren Umgang mit ihnen zu ziehen“, lobt Umweltminister Till Backhaus (SPD) die jetzige Aktion. Künftig werde versucht, weitere Wölfe im Land zu markieren, um das Wolfmonitoring auszubauen.

Naya ist erst im Mai geboren worden und hat deshalb noch Welpenschutz bei ihrem Verwandten Arno. Der Jährling spielt den Babysitter und hilft dabei, den Rudelnachwuchs großzuziehen. Sobald der Wolf geschlechtsreif ist, wird er den Kleinfamilienverband wohl verlassen und sich ein eigenes Territorium suchen. Es wäre eine Premiere in MV. Bislang sei nämlich nicht bekannt, dass sich ein Welpe aus einem der beiden Rudel des Landes innerhalb von MV angesiedelt habe, heißt es aus dem Umweltministerium. Nicht nur in der Lübtheener, auch in der Ueckermünder Heide lebt ein Rudel.

Die wachsenden Wolfspopulationen bereiten vielen Landwirten Sorgen. Nachdem im Oktober ein Wolf in Niendorf (Ludwigslust-Parchim) ein Jungsrind angefallen hatte, forderte der Landesbauernverband eine Bestandsobergrenze für Wölfe. „Wer populistisch nach Abschüssen und Obergrenzen schreit, für die es keine gesetzliche Grundlage gibt, lenkt nur von den eigentlichen, strukturellen Problemen ab“, kontert Moritz Klose von der Umweltschutzorganisation WWF. Er fordert stattdessen ein klares Bekenntnis seitens der Politik, sowohl zum Wolf als auch zur extensiven Weidetierhaltung. Letztere müsse durch besserer Beratungsangebote für Nutztierhalter, geförderte Herdenschutzmaßnahmen und unbürokratischen Ausgleichszahlungen bei gerissenen Tieren besser unterstützt werden als bisher.

OZ

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