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Südwestmecklenburg Yamen A. hatte Kontakt zu „Soldaten des Kalifats“
Mecklenburg Südwestmecklenburg Yamen A. hatte Kontakt zu „Soldaten des Kalifats“
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20:52 31.10.2017
Ein Polizist sichert im Schweriner Plattenbauviertel Neu Zippendorf auf dem Balkon der Wohnung eines Tatverdächtigen einen Stapel mit Papieren. Bei dem mehrstündigen Anti-Terror-Einsatz wurde zuvor ein mutmaßlicher Islamist aus Syrien festgenommen. Quelle: Jens Büttner
Schwerin/Berlin/Karlsruhe

Der in Schwerin unter Terrorverdacht festgenommene Syrer hatte nach Angaben der Bundesanwaltschaft über das Internet Kontakt zu einer Person, die sich selbst als „Soldat des Kalifats“, also als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), bezeichnete. „Wir wissen aber nicht, wer diese Person ist, und wir wissen nicht, ob er ihn (den Festgenommenen) in seinen Plänen bestärkt hat“, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Dienstag in Karlsruhe. Es gebe keine belastbaren Anhaltspunkte dafür, dass weitere Personen an der Anschlagsvorbereitung beteiligt waren.

Konkretes Ziel für Anschlag noch unklar

Deshalb werde gegen den Syrer zunächst nicht wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt, sondern wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, sagte Köhler. „Ob der Beschuldigte bereits ein konkretes Ziel für seinen Sprengstoffanschlag ins Auge gefasst hatte, ist derzeit noch unklar.“ Ob der Festgenommene noch am Dienstag oder erst am Mittwoch dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt werde, stand am Nachmittag noch nicht fest.

19-jähriger Syrer beschaffte elektronische Bauteile und Chemikalien

Der 19-Jährige habe sich elektronische Bauteile und Chemikalien beschafft - darunter über einen Internetversandhändler Schwefelsäure- und Wasserstoffperoxid enthaltende Oxidatorlösungen. Beide Chemikalien sind neben Aceton Bestandteile des hochexplosiven Sprengstoffs TATP. Dieser sollte offenbar als Initialsprengstoff für eine größere Sprengladung dienen. Es seien auch Bauteile für eine Fernzündung gefunden worden.

Spezialkräfte hatten den Syrer am frühen Morgen in Schwerin unter dem Verdacht der Vorbereitung eines islamistisch motivierten Bombenanschlags festgenommen. In Schwerin und auch in Hamburg wurden Wohnungen durchsucht.

OZ

Im Zusammenhang mit der Festnahme eines Syrers in Schwerin wegen des dringenden Verdachts auf Vorbereitung eines islamistisch motivierten Sprengstoffanschlags wird ein Zeuge aus Hamburg verhört.

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