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Wismar 100 neue Wohnungen auf Kaufhallen-Gelände
Mecklenburg Wismar 100 neue Wohnungen auf Kaufhallen-Gelände
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08:52 06.11.2018
Auf dem Gelände der früheren Kaufhalle in der Philipp-Müller-Straße laufen die Abrissarbeiten. Hier entstehen neue Wohnungen. Quelle: Heiko Hoffmann
Wismar

In der Philipp-Müller-Straße 25 verschwindet ein Schandfleck. Abrissbagger bestimmen seit einigen Tagen die Szenerie. Die frühere Kaufhalle und den Imbiss gibt es nicht mehr. Neues Wohnen in den „Hansestudios Wismar“ – so der Name der Anlage – entsteht.

Auf der Fläche sind ein Studentenwohnheim und ein so genanntes Boardinghaus geplant. Boardinghäuser - eine Art Beherbergung mit hotelähnlichen Leistungen - sind vor allem in größeren Städten auf dem Vormarsch. Jetzt auch in Wismar. „Das ist kein Hotel, aber eine moderne Art des Wohnens mit zeitlich begrenztem Mietvertrag, die sich immer mehr durchsetzt“, sagt Ansgar Pigge von den Pigge-Architekten aus Vechta, die das Vorhaben im Auftrag der Sonkin-Bau GmbH Hannover planen.

L-förmiger Neubau

Entstehen soll ein l-förmiger Dreigeschosser. Im Erdgeschoss befindet sich das Boardinghaus mit 20 Wohnungen, darüber sowie im Staffelgeschoss sind 80 Einheiten für studentisches Wohnen vorgesehen. Vom langen Flur gehen dann jeweils links und rechts die Wohnungen ab.

„Die Baugenehmigung liegt vor, die Stadt hat das sehr wohlwollend begleitet, sodass wir bald loslegen können“, so Architekt Pigge. An dem Vorhaben wird seit einigen Jahren gearbeitet. Pigge ist vom Standort zwischen Hochschule und Werft überzeugt. So zählen neben den Studenten für das Wohnheim auch Gaststudenten, Gastprofessoren und zeitlich befristete Montageteams für die Werft zu der Zielgruppe für das Boardinghaus. Für mehrere Monate könne eine Wohnung mit Pantryküche angemietet werden. Wer möchte, könne auch Serviceleistungen wie das Bettenmachen in Anspruch nehmen. Pigge: „Es hat sich gezeigt, dass diese kleinen Wohnungen gut angenommen werden.“

18 Monate Bauzeit

Der Abbruch sei bisher zügig und problemlos verlaufen. Bis zur Kellerdecke ist so gut wie alles weg. Parallel wird die Ausführungsplanung vorangetrieben. Eine Pfahlgründung ist wegen der Bodenverhältnisse unerlässlich. Wenn das Wetter mitspielt und Angebote von Firmen rechtzeitig vorliegen, werde im günstigsten Fall noch Ende des Jahres mit den Gründungsarbeiten begonnen. Im Frühling nächsten Jahres soll sich der Hochbau anschließen. Bei einer Bauzeit von 18 Monaten ist mit der Fertigstellung im Sommer 2020 zu rechnen.

Vor die Fassade aus Klinker, Putz und Glas kommt eine kleine Balkonanlage aus einer Stahlkonstruktion. Auf der Fläche sind außerdem eine Reihe von Autostellplätzen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorgesehen.

Viele Jahre Schandfleck

Das Areal um die Kaufhalle aus DDR-Zeiten war seit vielen Jahren ein Schandfleck. Anwohner hatten sich immer wieder beschwert, dass die Gegend zum Müll- und Schuttabladeplatz verkommt, sogar von Ratten war die Rede. Lediglich der Döner-Imbiss wurde noch genutzt. Versuche, das Gebäude zu beleben, scheiterten immer wieder. Zwischenzeitlich war auch ein Möbelmarkt („City Möbel Paradies“) in der Halle.

Zuhause auf Zeit

Im Gegensatz zu einer Pension oder einem Hotel ist in einem Boardinghaus (von engl. boarding = Verpflegung/Beköstigung) ein längerer Aufenthalt geplant. Die Zimmer oder Apartments werden meist in städtischer Umgebung vermietet. Der Service reicht von sehr geringem Angebot bis hin zu einem hotelmäßigen Roomservice.

Heiko Hoffmann

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