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2000 Jahre Geschichte am Radweg

Metelsdorf 2000 Jahre Geschichte am Radweg

Beim Bau des Radwegs an der Bundesstraße 208 wurden 2014 im nordwestmecklenburgischen Metelsdorf Hinweise auf eine germanische und eine slawische Siedlung gefunden. Nun informieren zwei Infotafeln über die 2000-jährige Geschichte. „

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Bürgermeister Ulrich Gilde, Klaus-Jürgen Ramisch von der Kreisverwaltung und Hans-Heinrich Schulz (v. l.), Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, mit den Infotafeln für zwei Rastplätze an der B 208 bei Metelsdorf.

Quelle: Foto: Sylvia Kartheuser

Metelsdorf. Für Bürgermeister Ulrich Gilde (SPD) steht außer Zweifel: „Metelsdorf war schon immer ein guter Ort zum Wohnen und Leben.“ Seine Gewissheit bezieht er aus Funden, die 2014 beim Bau des Radweges an der Bundesstraße 208 entdeckt wurden. Von ihnen berichten seit gestern zwei Infotafeln an Rastplätzen.

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Beim Bau des Radwegs an der Bundesstraße 208 wurden 2014 im nordwestmecklenburgischen Metelsdorf Hinweise auf eine germanische und eine slawische Siedlung gefunden. Nun informieren zwei Infotafeln über die 2000-jährige Geschichte. „

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Archäologen fanden etwa 2000 Jahre alte Scherben und Knochen sowie Reste von zwei Kalkbrandgruben. Sie wiesen auf eine germanische Siedlung hin, sozusagen das Ur-Metelsdorf. Einige hundert Meter weiter in Richtung Beidendorf wurde eine weitere Siedlungsfundstelle entdeckt, deutlich jünger – „nur“ etwa 1000 Jahre alt und slawisch. Nach Angaben der Archäologen fanden sie dort für die Slawen typische Keramik vom sogenannten Teterower Typ.

Die Funde wurden katalogisiert und inventarisiert – und verschwanden zum großen Teil in Depots. „Aber wir wollten schon sichtbar machen, dass es hier früher eine Siedlung gab“, sagte Bürgermeister Ulrich Gilde. So kam die Initiative der Jagdgenossenschaft wie gerufen: Zwei Infotafeln am Radweg sollten auf die 2000-jährige Geschichte hinweisen.

Schnell fanden sich viele freiwillige Helfer, die ehrenamtlich für die Umsetzung sorgten. Ein Zimmermann baute das Gestell – kostenlos, ein örtliches Bauunternehmen spendierte aus seinem Steinlager einen Tischstein. „Daher kann ich die Kosten nicht in Zahlen ausdrücken. Ich kann nur sagen, dass die Gemeinde für die Infotafeln kein Geld ausgeben musste“, beschrieb der Bürgermeister. Einen Geldbetrag nannte er dann aber doch: der Landkreis gab 500 Euro für den Druck der Tafeln.

Leider habe es verschiedene Probleme gegeben, die den Bau immer wieder verzögert hätten. Es brauchte einen Bauantrag, und eigentlich wollte das Bauordnungsamt auch eine statische Berechnung vorgelegt haben. „Die mussten wir zum Glück dann doch nicht beibringen. Nun stehen die Tafeln endlich“, freute sich Ulrich Gilde.

Klaus-Jürgen Ramisch, Sachgebietsleiter Kultur in der Kreisverwaltung, sagte: „Im Grunde ist das Projekt Info-Tafeln für eine Unterstützung durch den Landkreis zu klein. Aber da Metelsdorf ja eine kleine Gemeinde ist, haben wir gesagt, die tolle Initiative müssen wir unterstützen.“ Zudem sei es etwas Besonderes, quasi in unmittelbarer Nachbarschaft Nachweise einer germanischen und einer slawischen Siedlung zu finden, erklärte Klaus-Jürgen Ramisch. Die beiden Info-Tafeln sind nun Teil des etwa 6,5 Kilometer langen Metelsdorfer Natur- und Geschichtswegs.

Sylvia Kartheuser

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