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25 US-Schüler testen ihr Deutsch

Neukloster 25 US-Schüler testen ihr Deutsch

Das Gymnasium Am Sonnenkamp in Neukloster pflegt enge Beziehungen zur Fishers High School in Indiana

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25 Schüler aus Fishers in den USA waren gut zwei Wochen zu Gast in Neukloster, hier in der „Fischerscheune“. Fotos (4): Sylvia Kartheuser

Neukloster. Für Robin Geisinger ist Neukloster fast schon eine zweite Heimat. Seit 2010 kommt der Lehrer aus Fishers im US-Bundesstaat Indiana alle zwei Jahre nach Nordwestmecklenburg. Und nicht allein, sondern mit Schülern der 12. Klasse der Fishers High School – in diesem Jahr mit 25 jungen Frauen und Männern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Seit sechs Jahren verbindet das German American Partnership Programm (GAPP) die amerikanische High School mit dem Gymnasium Am Sonnenkamp.

OZ-Bild

Das Gymnasium Am Sonnenkamp in Neukloster pflegt enge Beziehungen zur Fishers High School in Indiana

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Die Städte im Vergleich

Fishers in Indiana (USA) ist 92,83 Quadratkilometer groß, liegt 249 Meter über dem Meeresspiegel und hat rund 83900 Einwohner.

Neukloster in Nordwestmecklenburg ist 27,49 Quadratkilometer groß, liegt 30 Meter über dem Meeresspiegel und hat etwa 3900 Einwohner.

Alljährlich gibt es gegenseitige Besuche. In geraden Jahren kommen die Amerikaner nach Deutschland, in ungeraden fliegen die Neuklosteraner in die USA. Sinn der Besuche: die Lebensart im jeweils anderen Land kennenzulernen und die in der Schule gelernte Sprache in der Praxis anzuwenden.

Für Bürgermeister Frank Meier (parteilos) ist es ein feststehender Termin, die amerikanischen Schüler während ihres Besuchs zu Kuchen und Getränken einzuladen. Dieses Mal ging es in die Fischerscheune am Neuklostersee – auch weil der Name an den Heimatort der Schüler erinnert. „Das ist schöner, traditioneller deutscher Kuchen von einer Bäckerei, die hier schon seit 150 Jahren gibt“, sagte Frank Meier, versicherte aber sofort: „Der Kuchen ist nicht so alt, der ist ganz frisch.“

Die Schülerinnen und Schüler, die während ihres Aufenthalts in Familien von Warin bis Bad Kleinen und von Hohen Viecheln bis Alt Farpen wohnen, ließen sich nicht lange bitten. Die Streuselkuchen schmeckten sehr lecker, egal ob pur, mit Apfel- oder mit Rhabarberfüllung. Und da es um Backwerk ging, stellte Tabitha Keyes fest: „Die Deutschen essen auch sehr viel Brot und es gibt hier viel mehr Sorten als bei uns. Vor allem ist das Brot fester. Das mag ich.“ Sam Winegardner entgegnete: „Aber bei uns gibt es mehr süßes Brot.“ Außerdem gäbe es – trotz Coca Cola und Co. – in Deutschland mehr Getränke mit Kohlensäure als in Amerika, erzählen die beiden.

Gefallen hat den Schülern, „dass es so viele alte Bäume in Neukloster gibt und so viele Fahrräder“. Ach, das mit den Fahrrädern sei noch gar nichts, da müssten sie mal nach Wismar fahren, erwiderte Frank Meier. „Da gibt es viele Studenten und die meisten fahren mit dem Rad durch die Stadt“, erzählte er. An etwas mussten sich Tabitha und die anderen Radler unter den Schülern gewöhnen: das Fahren auf Kopfsteinpflaster oder Sandwegen. „Bei uns ist alles asphaltiert“, beschrieb die Schülerin der High School.

Neuklosters Bürgermeister berichtete den jungen Amerikanern, wie Verwaltung in Deutschland funktioniert. Auf Deutsch natürlich. Und wo es zu kompliziert wurde, sprang Jürgen Milde ein. Dem Englisch- und Geografielehrer des Gymnasiums ist die Schulpartnerschaft zu verdanken. Mit seinem amerikanischen Kollegen Robin Geisinger hat er sie zu einem erfolgreichen Projekt gemacht. „Angefangen haben wir mit zehn Schülern, inzwischen wollen mehr mit nach Neukloster, als wir freie Plätze haben“, sagte Robin Geisinger. Denn 25 Schüler ist beim GAPP die maximale Anzahl. Jürgen Milde pflichtet ihm bei:

„Das ist bei uns auch so, und die Schüler, die einmal mit waren, schwärmen noch lange davon.“

Sylvia Kartheuser

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