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250 hörgeschädigte Menschen beim Kirchentag in Wismar

Wismar 250 hörgeschädigte Menschen beim Kirchentag in Wismar

Als eine „wunderbare Gelegenheit, sich zu zeigen und auf Herausforderungen und Probleme aufmerksam zu machen“, hat Bischof Dr.

Wismar. Als eine „wunderbare Gelegenheit, sich zu zeigen und auf Herausforderungen und Probleme aufmerksam zu machen“, hat Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit am Sonntag den zweiten Nordkirchen-Kirchentag für Gehörlose und Schwerhörige in Wismar bezeichnet. Der Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) überbrachte nach dem Gottesdienst in St. Nikolai die Grüße der Landeskirche. Rund 250 hörgeschädigte Menschen waren aus allen Teilen der Nordkirche in die Hansestadt gekommen und feierten gemeinsam mit der Kirchengemeinde einen Gottesdienst unter dem Motto „Gesundes Leben – was wir essen – gerechter Handel“. Dazu führte die gehörlose Theatergruppe aus Heide ein Predigtstück auf. Die zwei Gebärdenchöre in der Nordkirche, „Singende Hände Rostock“ und „Hands & Soul Hamburg“ trugen Lieder in Gebärdensprache vor.

Bischof Abromeit sagte: „Wir, Gehörlose und Hörende, Kinder und Erwachsene, die, die allein gekommen sind, und die Paare und Familien, stehen gemeinsam unter dem Wort Gottes. Dieser Kirchentag in Wismar zeigt das auf sehr schöne Weise.“ Der Bischof verschwieg nicht die Hürden für Gehörlose und Schwerhörige im kirchlichen Alltag: „Leider sind die Barrieren in unserer Kirche oft hoch für Menschen mit einem Handicap. Für Schwerhörige kann es frustrierend sein, an Gottesdiensten teilzunehmen, in denen sie kaum etwas verstehen. Gehörlose, die sich in der Kirchengemeinde engagieren wollen, brauchen viel Mut und Kraft. Deshalb ist es gut, dass unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger uns darauf aufmerksam machen, was wir verbessern können.“ Acht Seelsorger kümmern sich in der Nordkirche um die Anliegen von Hörgeschädigten.

Christian Eissing (Heide/Schleswig-Holstein) ist seit 14 Jahren Seelsorger für Gehörlose und Schwerhörige. „Die Schwerhörigkeit im Alter und auch bei jungen Leuten nimmt immer mehr zu“, erzählte er.

„Darüber kläre ich Pastorinnen und Pastoren auf. Kirchengemeinden können mit einfachen Mitteln schwerhörigen Menschen ermöglichen, am Gottesdienst teilzunehmen. Mit Beamern kann man den Predigttext an die Wand projizieren. Induktionsschleifen sind eine große Hilfe für Träger von Hörgeräten, während Lautsprecher das Problem eher verschlimmern.“

akl

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