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300000 Euro vom Bund für Sanierung des Dachstuhls

Neukloster 300000 Euro vom Bund für Sanierung des Dachstuhls

Die Kirche in Neukloster erhält erstmals Förderung aus dem Sonderprogramm

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Der Dachstuhl und das Dach der Kirche in Neukloster müssen dringend saniert werden. Der Bund gibt dafür 300000 Euro. FOTOS: SYLVIA KARTHEUSER (2), PRIVAT

Neukloster. . Seit mehr als 770 Jahren schützt das Dach das Kirchenschiff von Neukloster. In der ganzen Zeit ist es nie komplett erneuert worden. „Es hat zwar immer wieder mal Reparaturen gegeben, aber keine Rundumsanierung“, sagt der parteilose Bürgermeister Frank Meier. Jetzt sind die Schäden umso größer. Eine Sanierung ist mittlerweile unumgänglich – und wird entsprechend teuer. „Wir haben das mal von einem Fachmann schätzen lassen. Er geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro aus“, erklärt Frank Meier.

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Die Kirche in Neukloster erhält erstmals Förderung aus dem Sonderprogramm

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Das ist eine mächtige Summe für die knapp 4000 Einwohner zählende Stadt. Dennoch wurde Geld im Haushalt eingeplant. Jetzt gibt es sogar Unterstützung aus Berlin: 300000 Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat Mittel für den Denkmalschutz freigegeben – und Neukloster bekommt ein kleines Stück vom insgesamt 1,8 Millionen Euro großen Kuchen. Wegen einer Vielzahl von Bewerbungen bundesweit habe nur ein Teil der Anträge positiv beschieden werden können, erklärt der Wismarer Bundestagsabgeordnete Frank Junge (SPD). Und weiter: „Umso mehr freue ich mich, dass die Kirche in Neukloster mit 300000 Euro aus Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms bedacht wird.“

Frank Junge hatte im Vorfeld die Klosterkirche zweimal besucht. Dabei hatte er sich von Pastor Jens Krause, Bürgermeister Frank Meier und Ute Reil-Romanski, Baubeauftragte für die Propstei Wismar, über deren Besonderheiten und den Sanierungsbedarf informiert. „Bei den Besuchen habe ich gesehen, was für ein herausragendes Baudenkmal die Klosterkirche ist und wie groß der Sanierungsbedarf“, sagt Frank Junge. Daher sei es ihm sehr wichtig geworden, Fördermittel zu deren Erhalt einzuwerben.

Der Dachstuhl ist derzeit das größte Sorgenkind. Er ist durch Feuchtigkeit und fehlerhafte Baumaßnahmen aus der Vergangenheit sehr geschädigt. „Hier ist laut der Baubeauftragten der Propstei Wismar sogar bereits Gefahr im Verzug“, erklärt das Bundestagsmitglied.

Bereits Anfang des Jahres hatte Frank Junge versucht, Fördermittel vom Bund für die Kirche in Neukloster zu bekommen. Der erste Anlauf war allerdings nicht erfolgreich. Trotzdem rührte er in Berlin weiter die Werbetrommel für die 1236 geweihte Kirche. Dass es jetzt Früchte trägt, stimmt ihn zuversichtlich. „Ich freue mich wirklich sehr, dass die Klosterkirche beim zweiten Versuch in den Genuss der Fördermittel des Bundes kommt“, betont Frank Junge und ergänzt: „Und wer weiß, vielleicht bleiben es ja nicht die einzigen.“ Mit den 300000 Euro könne Neukloster jedenfalls schon mal mit ersten Sanierungsarbeiten anfangen.

Dass große Bauvorhaben Geduld erfordern, ist für die Neuklosteraner nicht neu. Die Erfahrung haben sie beim Brand des Glockenturms gemacht. Am 12. Februar 1989 stand der Anfang des 15.

Jahrhunderts erbaute Turm neben der Kirche in Flammen.

Das Feuer war so heftig, dass die Glocken von 1461 und 1752 abstürzten und schwer beschädigt wurden. Mit dem Wiederaufbau konnte erst 1994 begonnen werden. 1999, also zehn Jahre nach dem Brand, setzte die Bauunion Wismar die Turmhaube auf. Die Kosten: 400000 Euro.

Nun also das Kirchendach – und 2019 feiert Neukloster das 800-jährige Bestehen. „Es wäre natürlich großartig, wenn wir die Sanierung bis dahin schaffen würden“, sagt Bürgermeister Frank Meier. Aber besonders zuversichtlich ist er derzeit nicht. Denn selbst wenn die Stadt die 2,1 Millionen Euro zusammen hätte, die Bauarbeiten brauchen auch ihre Zeit.

Sylvia Kartheuser

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