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4000 Besucher: Jennifer Rostock rockt Campus Open Air

Wismar 4000 Besucher: Jennifer Rostock rockt Campus Open Air

Musikfans aus ganz Norddeutschland feiern in Wismar

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Umjubelter Auftritt: Die Musiker der Hamburger Punkband „Swiss und die Andern“ spielen mit freien Opberkörpern auf der Campus Open Air-Bühne. Das Publikum ist begeistert.

Quelle: Fotos: Georg Hundt

Wismar. Während sich Samstag in der Altstadt riesige Puppen und ulkige Figuren durch die Straßen und Kirchen bewegten, sammelten sich Horden von dunkel gekleideten Jung-Punkern und -Rockern auf dem Campus der Hochschule Wismar: Wie immer am ersten Wochenende des Wintersemesters luden die Studenten vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zum Campus Open Air Wismar.

OZ-Bild

Musikfans aus ganz Norddeutschland feiern in Wismar

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Vertreter der Studenten

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) an der Hochschule Wismar kümmert sich um die Belange von Studentinnen und Studenten. Gewählt werden die Mitglieder vom Studierendenparlament. Fünf Euro pro Semesterbeitrag gehen an das Gremium. Damit finanziert der Asta unter anderem studentische Projekte und eigene Veranstaltungen.

Kontakt unter: asta@hs-wismar.de

Regelmäßige Besucher haben bereits Mühe, die vielen großartigen Bands aufzuzählen, die hier schon gespielt haben: „Mia, Madsen, Alligatoah, Die Orsons, Clueso, The Boss Hoss, Thomas D., SDP, Revolverheld, Jupiter Jones, Donots und Culcha Candela“, bekommt Franz (33) zusammen. Er ist Absolvent der Hochschule Wismar und das elfte mal in Folge dabei. Franz genießt nicht nur die Bands, die heftige Stimmung und die Nähe des Festes zu seinem Wohnzimmer, sondern auch das alljährliche Treffen alter Freunde. Lisa (19) hat sich alte Schulfreunde eingeladen, mit denen sie aufs Campus Open Air Wismar gegangen ist. Die Kommunikationsdesignstudentin im dritten Semester und die Rostocker Studenten Jule (19) und Anna (20) können zwar nicht viel mit den Bands, aber einiges mit der Stimmung auf dem Campus anfangen.

Eine Dauerparty findet statt, wenn sich die „Zickzackkinder“ treffen. Dieser Fanklub der Hamburger Punkband „Swiss und die Andern“ sieht sich selbst als Familie von überall her. Von ihren Kutten lassen sich die Herkunftsorte ablesen: Kiel, Flensburg, Berlin, Lübeck, Rostock aber auch Saßnitz – das steht auf Sandros Rücken. Der 20-jährige Krankenpfleger schätzt, dass über 40 „Familienmitglieder“ nach Wismar gekommen sind – der niedrige Eintrittspreis von zehn Euro „ist traumhaft“, sagte er.

Und die Band? Punkrapper „Swiss“ ist schon durch zahlreiche Skandälchen und unglücklich deutliche Vergleiche aufgefallen, thematisiert mit seiner Band „Die Andern“ Jugendkultur und das Leben als Heranwachsender in der „missglückten Welt“. In gehöriger Punkermanier krachten sie in die friedliche Wismarer Septembernacht, präsentierten manch eine eigenwillige Coverversion und machten ihre politische Haltung deutlich. Das Publikum und Sandros „Familie“ pogten und feierten als gäbe es kein Morgen.

Vorher zeigten aber die Gewinner des Bandwettbewerbs „Kabelsalat“, was sie können: Gifitiges Halbmetall – das ist „Arsen“. Die sechsköpfige Berliner Band zeigte in Wismar ihre deutsch-türkische Rockmusik mit Metallattitüde.

Noch bei Tageslicht hüpfte ein junger Rapper mit seiner Crew wild auf der Bühne hin und her, der den Campus gut kennt: Konrad Maschke, Künstlername „Mac Fly“, studierte in Wismar Wirtschaftsinformatik und war im Studentenclub „Block 17“ aktiv. Schon während dessen startete seine Karriere als Rapper im Umkreis des Rostocker Produzenten Enrico Wolf, mit dem er kürzlich das Album „Back to the feature“ veröffentlichte. Auf der Bühne zeigte er ein abwechslungsreiches Repertoire aus krachigem Punkrap, Battlerap, melodiösen Wohlfühlhiphop und klassischen 90er-Jahre-Beats.

Die freundlichen Grußworte des Rektors der Hochschule, Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister, und seine Bitte „...aber bitte lassen Sie den Campus stehen, den brauchen wir Montag noch“ waren kaum verklungen, da färbte sich die Bühne grün und den heiteren Flöten- und Banjotönen folgten kräftige Gitarren und selbstbewusste Drums: Die Folkrocker „Mr. Irish Bastard“ kaperten die Bühne.

Während dessen zeigten sich Projektleiter Patrick Wiegand und AStA-Vositzender Kevin Niemann erleichtert: In den ersten Stunden des Abends waren zwar bereits tausende Musikinteressierte auf dem Campus, aber nicht so viele wie erhofft – nun drangen vermehrt Leute an die Eingänge und es füllte sich weiter. Ein Zeichen, dass bald der Headliner folgt: Jennifer Rostock. Aufreizend, eindeutige Posen, sehr viel Tätowierungen und klare politische Haltung gegen Rechts und für die starke, aufgeklärte Frau: Frontfrau Jennifer Weist polarisiert. Und rockt kräftig. Vor der Bühne bleibt niemand mehr ruhig stehen oder trocken!

Den Weg zur Bühne illuminierten die internationalen Studenten des „Architectural Lighting Design“ an der Fakultät Gestaltung: Funktionsorte wie Kassen und Wegpunkte wurden in die Beleuchtung einbezogen, Hauptlichtachsen geschaffen, einige Bäume beleuchtet.

Georg Hundt

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