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Wismar 44 junge Wismarer stellen sich zur Wahl
Mecklenburg Wismar 44 junge Wismarer stellen sich zur Wahl
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00:00 23.04.2013
Wismar

Die 44 Kandidaten für das Kinder- und Jugendparlament (Kijupa) wollen in Zukunft mitbestimmen, was in der Hansestadt passiert.

Seit gestern kann in den Wismarer Schulen gewählt werden. Der eigentliche Wahltag ist am Sonntag. Sind die Stimmen ausgezählt, hat Wismar das erste Kinder- und Jugendparlament. Es soll nach Grimmen erst das zweite in Mecklenburg-Vorpommern sein.

„Wir haben in den Schulen bereits Wahlurnen und Stimmzettel ausgelegt“, erklärt Enrico Schukat. Der Mitarbeiter im Bürgerschaftsbüro hilft, die Wahl vorzubereiten. „Das ist für die Schüler gedacht, die am Sonntag nicht wählen können.“ Bei ihm im Büro der Bürgerschaft können ebenfalls vorab die Stimmzettel abgegeben werden.

Hinter der Wahl steckt eine Menge Arbeit: „Die Idee für das Kijupa gibt es bereits seit September 2011“, erzählt Schukat. „Kurze Zeit später konnten wir mit der Planung beginnen.“ Im Januar letzten Jahres gab es die ersten Beratungen mit den Kindern und Jugendlichen. „Im Juni haben wir dann die Kinder, die bereits regelmäßig dabei waren, für ein Jahr bestellt“, sagt Enrico Schukat. „Die 16 Teilnehmer hatten die Aufgabe, die Wahl zu organisieren.“ Anfang diesen Jahres konnten sich die jungen Wismarer in der Ideenwerkstatt bereits als Kandidaten aufstellen lassen und „Parlamentsluft“

schnuppern. 133 Kinder und Jugendliche aus allen Schulen der Hansestadt Wismar waren der Einladung ins Rathaus gefolgt. In der Ideenwerkstatt stellten sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen den Problemen und suchten nach Lösungsansätzen — ganz nach dem Arbeitsprinzip des zukünftigen Kijupa.

Das neue Jugendparlament setzt sich aus 31 Plätzen zusammen. „Die Kinder, die es durch die Wahl nicht schaffen sollten, dürfen aber trotzdem mitmachen“, erklärt Schukat. „Sie können als beratende Mitglieder helfen und ihre Kollegen unterstützen.“ Somit gebe es am Sonntag keine Verlierer.

Das neu gewählte Parlament soll sich dann möglichst bald treffen. „Ich denke, dass im Monat nach der Wahl die erste Sitzung stattfinden wird“, meint Enrico Schukat. „Rund vier bis sechs Treffen pro Jahr werden voraussichtlich abgehalten.“ Die 31 Mitglieder teilen sich dann in thematisch untergliederte Arbeitskreise auf. „Das Prinzip ähnelt dem der Bürgerschaftssitzungen“, erklärt Enrico Schukat. „Nur dass bei uns alles etwas locker gestaltet sein wird.“ In der ersten offiziellen Sitzung der Kinder- und Jugendvertreter werde ein Sprecher oder Vorstand gewählt. „Wie wir das alles dann genau machen werden, wird sich in der Praxis zeigen“, sagt Schukat.

Mit ihrer Kandidatur haben die Kinder und Jugendlichen zwischen neun und 18-Jahren bereits ihre wichtigsten Themen vorgeschlagen. Vielen am Herzen liegt eine Veränderung der Busfahrpläne. Der Wunsch nach mehr Sportanlagen, Freizeitangeboten und Skaterplätzen in der Hansestadt ist ebenfalls groß. Auch das Schulessen und die Sicherheit auf dem Schulweg stehen auf der Agenda des Kijupa. Ein Thema, welches die Kinder bereits in der Ideenwerkstatt behandelt haben, wurde von der CDU auf die Tagesordnung der kommenden Bürgerschaftssitzung aufgenommen: Die Außenanlage des Technologie- und Forschungszentrums am Holzhafen sollte länger geöffnet und besser gestaltet sein. So der Wunsch der Kinder und Jugendlichen. Am Donnerstag beraten die Erwachsenen darüber.

Weitere Themen sind: besseres und neues Schulmaterial, ein sauberes und müllfreies Wismar, bessere Spielplätze, mehr Jugendtreffpunkte und legale Graffitiflächen.

Weitere Infos unter:

www.kijupa-
wismar.de

Die Wahl
3 Stimmen hat jeder Wähler. Diese können auf Wunsch alle einer Personen gegeben werden.

Das Wahllokal im Rathaus ist am Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Stimmberechtigt sind alle Wismarer zwischen neun und 18 Jahren. Einen Ausweis müssen die Kinder zur Wahl nicht mitbringen. Wer bereits in seiner Schule den Stimmzettel abgibt, wird in den dortigen Klassenlisten registriert. Im Büro der Bürgerschaft kann in dieser Woche ebenfalls vorab gewählt werden.

10 000 Euro stehen dem Kijupa jährlich zur Verfügung. Über den Betrag entscheiden die Kinder und Jugendlichen allein. Eine Arbeitsgruppe der Bürgerschaft (Gerd Zielenkiewitz, Tino Schwarzrock, Gerald Exner, Angelika Jörss, Petra Voigt, Katharina Bernhard, Harald Kothe und Enrico Schukat) steht den Kinder mit Rat und Tat zur Seite.

Vanessa Kopp

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