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Wismar 600 Euro für Unfall auf der A 20
Mecklenburg Wismar 600 Euro für Unfall auf der A 20
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00:00 06.09.2013
Grevesmühlen

600 Euro muss Swantje K. wegen fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen zahlen. So lautet das Urteil des Grevesmühlener Amtsgerichtes, wo gestern nach fünf Verhandlungstagen die Entscheidung fiel. Der Prozess gegen die ehemalige Prostituierte, die im Mai 2012 auf der A 20 bei Lüdersdorf mit ihrem VW-Bus einen Fiat gerammt hatte, zog sich in die Länge, weil die Fahrerin nach dem Unfall 1,42 Promille Alkohol im Blut hatte. Die 32-Jährige hatte beteuert, dass sie an der Unfallstelle eine Flasche Sekt getrunken habe — daher der Promillewert. Die Frauen, die in ihrem Bus saßen, hatten widersprüchliche Angaben gemacht. Einige behaupteten, Swantje K. habe schon vor und während der Fahrt kräftig zugelangt. Selbst die Aussage der Polizisten, die den Unfall aufgenommen hatten, brachte das Gericht nicht weiter. Einer der Beamten konnte sich zwar dunkel daran erinnern, der Fahrerin eine Flasche weggenommen zu haben. Aber der Vorfall wurde weder protokolliert, noch erkundigte sich der Polizist, was die 32-Jährige getrunken hatte. Richter Hinrich Dimpker äußerte auch gestern Zweifel an der Version der Angeklagten in Sachen Nachtrunk. „Aber es lässt sich eben nicht zweifelsfrei nachweisen, was damals wirklich gelaufen ist.“ Tatsache sei allerdings, dass vier Menschen durch den Unfall verletzt worden sind. Für Aufsehen hatte der Prozess vor allem durch eine Aussage der Angeklagten gesorgt: Auf ihren Kokainkonsum angesprochen, erklärte sie, dass sie wirklich sehr viele Probleme gehabt habe. „Ein Kunde ist mir nach dem Orgasmus gestorben.“

M. Prochnow

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