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6062 Menschen im Landkreis ohne Job

Wismar 6062 Menschen im Landkreis ohne Job

Arbeitslosenquote ist konstant: 7,3 Prozent in NWM, neun Prozent in Wismar

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Edgar Macke, Verbundgeschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wismar

Quelle: Haike Werfel

Wismar. Die Arbeitslosenquote hat sich zum Juni nicht verändert. Sie beträgt auch im Juli in Nordwestmecklenburg 7,3 Prozent und in der Region Wismar neun Prozent. Das heißt, im Landkreis sind insgesamt 6062 Menschen ohne Job gemeldet und in der Hansestadt und Umgebung 3697. „Aber im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen“, berichtete gestern Edgar Macke, Verbundgeschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wismar. Im Juli 2015 betrug die Quote im Nordwestkreis noch 7,6 Prozent und in Wismar 9,5 Prozent.

Auch weniger Frauen sind arbeitslos, das gleiche Bild zeigt die Statistik bei den über 50-Jährigen. Eine Zunahme weist sie bei den Arbeitnehmern unter 25 Jahren aus. Im Landkreis haben derzeit 537 von ihnen keinen Job, in der Region Wismar gibt es 307 arbeitslose Jugendliche. „Der Anstieg resultiert nicht zuletzt aus Arbeitslosmeldungen von Jugendlichen nach dem Ende ihrer Berufsausbildung beziehungsweise zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn“, erläuterte Edgar Macke. Viele Schulabgänger würden sich in der Arbeitsagentur melden, weil sie einen Ferienjob suchen oder auch aus Rentenversicherungsgründen. Denn die Berufsschulpflicht bestehe bis 18 Jahre.

Auch die anerkannten Asylbewerber, die vor allem im jungen Alter sind, tragen zum Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit bei, ergänzte Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters Nordwestmecklenburg.

„Sie wollen sofort arbeiten, was natürlich nicht geht, weil sie erst einen Integrationskurs besuchen müssen. Aber das ist unsere Chance, sie fit zu machen für den Arbeitsmarkt.“

Martin Greiner verwies auf Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen, ein neues Bundesprogramm ab 1. August, nachdem Asylbewerber mit Anerkennungsstatus gemeinnützige Tätigkeiten für ein Taschengeld verrichten können – ähnlich den Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose, den sogenannten EinEuro-Jobs. „Es ist wichtig, dass sie beschäftigt werden, hier ist der Landkreis gefordert“, erklärte der Jobcenter-Chef.

Zum Ausbildungsmarkt informierte Edgar Macke, dass in Wismar noch 173 Jugendliche keine Lehrstelle haben. Sie können aktuell unter 236 betrieblichen Ausbildungsplätzen wählen. Rein rechnerisch kommen damit 1,4 Stellen auf einen Bewerber oder eine Bewerberin. In Nordwestmecklenburg haben insgesamt 307 Schulabgänger noch keinen Ausbildungsplatz. 424 Lehrstellen stehen zur Auswahl.

Es sind vor allem Köche, Hotel- und Restaurantfachleute, Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer(innen), die die Ausbildungsbetriebe suchen. „Das deckt sich nicht unbedingt mit den Wünschen der Jugendlichen“, meinte Agenturgeschäftsstellenleiter Macke. Nach Verkäufern und Kaufleuten im Einzelhandel rangieren bei den Bewerbern Berufe wie medizinische Fachangestellte, Kfz-Mechatroniker, Bürokaufleute/-manager und Fachinformatiker/Anwendungsentwickler weit oben.

Haike Werfel

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