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61 Hühner verbrennen im Stall

Dorf Mecklenburg 61 Hühner verbrennen im Stall

In einem Hühnerstall in Dorf Mecklenburg bei Wismar sind in der Nacht zu Montag 61 Vögel verendet. Der Schaden beträgt rund 30 000 Euro. Der Halter vermutet Brandstiftung. Das Türschloss war geknackt.

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Siegfried Timm in seinem ausgebrannten Stall. Wo sonst die Hühner auf der Stange saßen, ist alles zerstört oder verkohlt.

Quelle: Haike Werfel

Dorf Mecklenburg. Verärgert stehen Rita (67) und Siegfried Timm (68) vor ihrem ausgebrannten Stallgebäude am alten Stadtweg. Ein Feuer hat es in der Nacht zu gestern in Schutt und Asche gelegt. Dabei sind 61 ihrer 80 Hühner verendet. Der Schaden beläuft sich auf etwa 30000 Euro.

„Das ist ’ne Katastrophe“, sagt der Rentner. „Aber es musste ja so kommen.“ Dreimal wurde hier eingebrochen, erzählt er, im November, im Februar und jetzt. Für den Hühnerhalter steht fest, dass es sich um Brandstiftung handelt. „Das waren Einbrecher. Wer weiß, wer sich nachts hier rumtreibt.“

Stallgebäude wurde aufgebrochen

Am Sonntag war er zwischen 17 und 18 Uhr hier gewesen und hat die Tür zum Stall verschlossen. „Heute ist der Bügel vom Schloss abgeschnitten. Da war einer mit einer Bolzenschere dran“, sagt der Eigentümer mit Bestimmtheit. In dem etwa 70 Quadratmeter großen Gebäude in Höhe des Garagenkomplexes befand sich neben dem Hühnerstall und einer Futterküche eine Garage. In der stand ein Pkw-Anhänger, lagerte Siegfried Timm eine Gartenfräse und Kleinwerkzeug. Die teuren Geräte habe er nach dem zweiten Einbruch weggebracht, als ihm zwei hochwertige gestohlen worden waren.

Kurz nach Mitternacht habe eine Nachbarin sie angerufen, dass ihr Stall brennt, erzählen die Eheleute. „Das Dach war aus Wellasbest. Das knallt so laut , dass man’s bis zum Neubau gehört hat.“ Das Gebäude habe lichterloh gebrannt, als der Hühnerhalter ankam, die Feuerwehr war schon da. 18 Einsatzkräfte aus Dorf Mecklenburg, zehn aus Groß Stieten.

19 Hühner haben überlebt

„Wir konnten nur noch verhindern, dass sich die Flammen auf die Nebengebäude ausbreiten“, berichtet gestern Jörg Spangenberg, der als Wehrführer von Dorf Mecklenburg den Einsatz leitete. Er dauerte mit Restlöscharbeiten drei Stunden. Gegen 2.30 Uhr fanden seine Männer einige Hühner im Außengehege. „19 Tiere sind noch am Leben“, bestätigt Siegfried Timm.

Er hat den Stall 1981 mithilfe von Vater und Schwiegervater aufgebaut. Jetzt stehen nur noch Teile der Steinwände. Alles, was aus Holz war wie die Hühnerstangen oder eine alte Anbauwand in der Garage, in der der Besitzer Kleinteile aufbewahrte, ist verbrannt oder verkohlt.

Kripo hat Spuren gesichert

Siegfried Timm will das Gebäude abreißen. „Ich muss, es steht auf Pachtland der Gemeinde“, erklärt er. „Mit fast siebzig baue ich den Stall nicht wieder auf. Die paar Hühner bringe ich in einem anderen unter, gleich hier nebenan“, sagt er und weist auf ein Haus in der Nachbarschaft.

Die Wismarer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Gestern waren für gut fünf Stunden ein Kriminalist, ein Kriminaltechniker und ein unabhängiger Brandermittler vor Ort, um Spuren zu sichern.

Haike Werfel

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