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Wismar 65 Jahre OZ: Geburtstagsfete bei MV Werften in Wismar
Mecklenburg Wismar 65 Jahre OZ: Geburtstagsfete bei MV Werften in Wismar
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00:01 09.06.2017
Sind besonders beeindruckt von der Führung in der großen Schiffbauhalle: Lothar Baale, Bernd Maykopf, Jürgen Eichhorst, Ingolf Gaitzsch, Horst Störmer und Gerhard Baron (v. l.). Im Hintergrund liegt ein Bauteil eines Flusskreuzfahrtschiffes. Quelle: Fotos: Michaela Krohn
Wismar

In der fast 400 Meter langen Schiffbauhalle von MV Werften in Wismar wird gehämmert, geschweißt, geschliffen. Kräne und Fahrstühle werden von Werftarbeitern bewegt, um die zwei Flusskreuzfahrtschiffe zu bauen, die dort zurzeit entstehen. Für die OSTSEE-ZEITUNG Wismar genau der richtige Ort, um ihren 65. Geburtstag zu feiern. 150 Leser haben gestern Abend so bei einer Führung durch die Werfthalle hautnah erleben können, wie Schiffe in der Hansestadt gebaut werden. Dazu lud die OZ anschließend zum Grillen ein.

In der fast 400 Meter langen Schiffbauhalle von MV Werften in Wismar wird gehämmert, geschweißt, geschliffen.

Für viele Leser sind mit der Werft und ihrer Geschichte tiefe Emotionen verbunden. „Ich habe hier 1951 angefangen zu lernen, habe mein Leben hier verbracht und bin dann 1998 in Rente gegangen“, berichtet Horst Störmer. Der 82-Jährige denkt gerne an diese Zeit zurück. „Auch mein Sohn arbeitet heute noch auf der Werft“, sagt er.

Dass fast jede Familie in Wismar ein Mitglied hat, dass auf der Werft arbeitet oder gearbeitet hat, weiß auch Kerstin Schröder. Die Leiterin der Lokalredaktion Wismar findet: „Die Werft ist das Herzstück der Stadt. Die Stimmung ist hier jetzt wieder optimistisch. Die Menschen freuen sich, dass in Wismar wieder Schiffe gebaut werden.“

Zurzeit liegen zwei Flusskreuzfahrtschiffe in der Halle. Einzelheiten zum Bau erklärte Jörg Rosenbaum. Der Schichtmeister arbeitet bereits seit 1971 auf der Wismarer Werft und führte die Gäste durch die 395 Meter lange, 155 Meter breite und 72 Meter hohe Halle. Damit ist sie eine der größten in Europa.

Beeindruckt davon zeigten sich auch Anja Nigriny und ihre Familie. Die 33-Jährige ist die Tochter eines Schiffbauers, wurde durch die OZ auf die Veranstaltung aufmerksam. „Es ist schön, dass wir so die Gelegenheit bekommen, alles einmal anzuschauen“, sagt sie. Spannend sei es, was in den Docks gefertigt werde. „Als normaler Bürger sieht man die Schiffe sonst ja erst, wenn sie fertig sind.“

„Die Idee, hierherzukommen, ist genau richtig für eine Lokalzeitung“, findet auch MV-Werften-Sprecher Stefan Sprunk. Das Werftgelände sei ein guter Ort, um mit den Lesern ins Gespräch zu kommen. „Das macht eine Regionalzeitung aus“, betont Sprunk.

Erinnerungen haben viele ehemalige Werftarbeiter und interessierte OZ-Leser nach der Führung durch die Schiffbauhalle dann beim Grillabend auf dem Werftgelände ausgetauscht. Ausgestellt waren dazu auch viele Fotografien, die die Leser vorher eingereicht haben. Bilder aus den 1950er-Jahren bis in die 90er und heutige Zeit sorgten für viel Gesprächsstoff.

Nach viele wirtschaftlich harten und entbehrungsreichen Jahren, scheint es für die Werften im Land wieder bergauf zu gehen.

2018 startet MV Werften den Bau von Kreuzfahrtschiffen. Das Verkehrsaufkommen wird durch den Lieferverkehr größer werden. Deshalb beschäftigt sich auch die zweite Veranstaltung zu 65 Jahre OZ mit MV Werften. „Wie verändern die Baupläne für riesige Kreuzfahrtschiffe die Stadt?“ ist der Titel des OZ-Polittalks am Donnerstag, 22. Juni, ab 18 Uhr im OZ-Verlagshaus Wismar in der Mecklenburger Straße 28.

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Veranstaltungen hat die Lokalredaktion Wismar zum 65-jährigen

Jubiläum der OZ organisiert. Nach der gestrigen Grillparty gibt es am 22. Juni um 18 Uhr einen Polit-Talk im

Verlagshaus der OZ. Thema: Wie verändern die Baupläne für riesige Kreuzfahrtschiffe die Stadt? Darüber diskutiert OZ-Chefredakteur Andreas Ebel mit Wismars Bürgermeister Thomas Beyer, Wirtschaftsminister Harry Glawe und Werften- Sprecher Stefan Sprunk.

Michaela Krohn

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